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Peacock bietet wieder kostenlose Testphase an – aber nicht auf der Plattform selbst

Nach der vierten Preiserhöhung in vier Jahren und dem Ende des kostenlosen Probemonats für Neukunden kehrt Peacocks Testangebot zurück – allerdings nur über externe Partner und nicht direkt auf dem Streamingdienst.

Peacock hat nach der vierten Preiserhöhung innerhalb von vier Jahren und dem zwischenzeitlichen Aus für den kostenlosen Probemonat für Neukunden wieder ein Testangebot aufgelegt. Das berichtet das US-Branchenmagazin Variety. Allerdings ist die kostenlose Testphase nicht direkt auf der Plattform des NBCUniversal-Streamingdienstes zu finden, sondern nur über externe Partner und spezielle Werbeaktionen.

Der Streamingmarkt in den USA befindet sich seit geraumer Zeit in einer Konsolidierungsphase, in der Anbieter ihre Preise erhöhen und gleichzeitig kostenlose Einstiegsangebote zurückfahren. Peacock hatte sich mit der Abschaffung des kostenlosen Probemonats für Neukunden der Strategie von Wettbewerbern wie Paramount+, Hulu und HBO Max angeschlossen. Diese hatten ihre kostenlosen Testphasen ebenfalls eingestellt, um die Conversion-Raten zu verbessern und zahlende Abonnenten schneller zu binden.

Die Rückkehr des Testangebots erfolgt nun offenbar über Drittplattformen und Partneraktionen, nicht über die eigene Website oder App. Das bedeutet für potenzielle Nutzer, dass sie gezielt nach entsprechenden Angeboten suchen müssen, statt sich einfach auf der Peacock-Plattform anmelden zu können. Für den Streamingdienst ist diese Strategie ein Balanceakt: Einerseits soll der Umsatz pro Nutzer steigen, andererseits will man neue Zielgruppen erreichen, die ohne Testphase nicht bereit sind, ein Abonnement abzuschließen.

Peacock ist der Streamingdienst von NBCUniversal und bietet eine Mischung aus Serien, Filmen, Nachrichten und Sportinhalten. In den vergangenen Jahren hat der Dienst mehrfach seine Preise angehoben, zuletzt im Sommer. Die vierte Preiserhöhung in vier Jahren unterstreicht den Druck, dem Streaminganbieter ausgesetzt sind: Die Produktionskosten für exklusive Inhalte steigen, gleichzeitig ist der Markt in den USA weitgehend gesättigt, und die Konkurrenz durch günstigere werbefinanzierte Angebote wächst.

Für junge Nutzerinnen und Nutzer, die Streamingdienste häufig wechseln und auf Preis-Leistung achten, ist die Nachricht zwiespältig. Einerseits gibt es wieder eine Möglichkeit, Peacock kostenlos auszuprobieren. Andererseits ist der Zugang komplizierter geworden, weil das Angebot nicht offen auf der Plattform beworben wird. Wer den Dienst testen möchte, muss sich auf Partner-Websites oder Aktionsseiten umsehen – ein Hinweis darauf, dass Peacock die Testphase eher als Marketinginstrument denn als reguläres Einstiegsangebot einsetzt.

Ob weitere Streamingdienste dem Beispiel folgen und ebenfalls versteckte Testphasen einführen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Zeit, in der ein kostenloser Probemonat selbstverständlich zum Standardrepertoire gehörte, ist vorerst vorbei. Peacock geht nun einen Sonderweg, der die Vorteile eines Testangebots mit dem Ziel höherer Margen verbinden soll – ohne das Angebot offiziell auf der eigenen Plattform zu bewerben.