Das kommende Taktikspiel Australia Did It wird offiziell unter dem erweiterten Titel Australia Did It: End-of-the-World Railway Defense Business erscheinen. Designer Rami Ismail gab die Namensänderung im Rahmen der Ankündigung des Release-Termins bekannt. Das Spiel soll am 10. November auf Steam veröffentlicht werden. Eine Demo ist bereits jetzt verfügbar.
Die ungewöhnliche Erweiterung des Titels geht auf einen Lokalisierungsbericht zurück, den Ismail bereits im August öffentlich machte. Darin hieß es, der ursprüngliche Name des Spiels funktioniere in einem bestimmten Territorium nicht und man schlage stattdessen den Zusatz «End-of-the-World Railway Defence Business» vor. Ismail zeigte sich von dem Vorschlag begeistert und startete einen Aufruf an seine Fans, sich für die Übernahme des Untertitels einzusetzen, um den Publisher Mystic Forge von der Idee zu überzeugen. Mit der nun bestätigten Ankündigung war dieser Vorstoß erfolgreich.
Der ursprüngliche, kurze Name Australia Did It war bereits einprägsam. In der Flut ständig neuer Spieleveröffentlichungen bleibt nur selten ein Titel im Gedächtnis haften, doch dieser schaffte es seit dem ersten Auftauchen im vergangenen Jahr. Der neue, fast schon sarkastisch präzise Untertitel verleiht dem Namen eine zusätzliche Ebene, die durch die korrekte Schreibweise mit Bindestrichen und die betont sachliche Wortwahl auffällt.
Inhaltlich handelt es sich bei Australia Did It: End-of-the-World Railway Defense Business um eine Mischung aus verschiedenen Genres. Wer es lediglich als Rogue-lite-Taktikspiel bezeichnet, wird dem Spielerlebnis nach Einschätzung von Spielern nicht gerecht. Die eine Hälfte des Spiels besteht aus dem Verteidigen einer Basis im Stil eines Tower-Defense-Spiels. Die andere Hälfte dreht sich um die Verwaltung von Einheiten, die den Zug beschützen, sobald dieser sich in Bewegung setzt. Besonders hervorgehoben wird ein System, mit dem sich unterschiedliche Einheiten kombinieren lassen, um neue Einheiten mit kombinierten Fähigkeiten zu erschaffen. Auch die Manipulation der Positionierung von Gegnern und eigenen Einheiten spielt eine wichtige Rolle.
Ob die Qualität der Demo sich über die gesamte Spielzeit halten kann, wird sich nach der Veröffentlichung im November zeigen. Der Name des Spiels steht jedoch bereits jetzt fest und sorgt in der Community für Gesprächsstoff. Die Entscheidung, einen Vorschlag aus einem Lokalisierungsbericht tatsächlich zum offiziellen Titelzusatz zu machen, ist ein ungewöhnlicher Vorgang in der Spielebranche. Üblicherweise werden solche Hinweise intern behandelt und führen selten zu einer öffentlichen Kampagne oder gar zu einer Übernahme des Vorschlags.
Die Ankündigung des Release-Termins und die damit einhergehende Bestätigung des neuen Namens markieren den vorläufigen Abschluss einer Entwicklung, die im August mit einem Social-Media-Beitrag begann. Damals hatte Ismail den Vorschlag aus dem Lokalisierungsbericht geteilt und scherzhaft erklärt, er wolle diesen Namen nun global haben. Die Reaktion der Fans fiel offenbar so positiv aus, dass der Publisher Mystic Forge sich dem Wunsch beugte. Für Spielerinnen und Spieler, die das Spiel bereits über die Demo verfolgen, ändert sich dadurch nichts am Gameplay, wohl aber am Wiedererkennungswert des Titels.