Apple hat bei seinem jährlichen iPhone-Event die neuen Modelle der Reihe 18 vorgestellt. Die Veranstaltung war die erste unter der Leitung von John Ternus, der Tim Cook als Hauptakteur auf der Bühne ablöste. Erwartungen an ein überraschendes faltbares iPhone erfüllten sich nicht – stattdessen setzte das Unternehmen auf künstliche Intelligenz, eine überarbeitete Kamera und einen neuen Prozessor.
Im Mittelpunkt stand das iPhone 18 Pro mit einem neuen 48-Megapixel-Hauptsensor und einem physischen Auslöser. Damit lässt sich die Blende direkt an der Kamera einstellen, ohne auf Software-Effekte angewiesen zu sein. Das soll besonders bei schlechten Lichtverhältnissen helfen. Zusätzlich führt Apple professionelle Bedienelemente wie Weißabgleich und Objektivblende in der nativen Kamera-App ein. Die gezeigten Beispielbilder wirkten beeindruckend, wobei Profifotografen bekanntermaßen mit nahezu jedem Gerät starke Aufnahmen machen können.
Angetrieben wird das Gerät vom neuen A20 Pro-Chip mit einer 6-Kern-CPU, bestehend aus zwei Performance- und vier Effizienzkernen. Apple bezeichnet die Leistungskerne als „Desktop-Klasse“. Dazu kommt eine 7-Kern-GPU, deren einzelne Kerne über eigene neuronale Beschleuniger verfügen. Zwei separate Neural Engines im Chip sollen das iPhone 18 Pro besonders stark für KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät machen.
Rund um die KI führt Apple zudem „Siri AI“ ein, das offenbar auf einem eigenen Modell basiert und nicht mehr auf ChatGPT zurückgreift. Die Stimme des Assistenten lässt sich stärker individualisieren. Apple Intelligence wird mit dem kommenden iOS-Update in 16 Sprachen verfügbar sein. Die Dynamic Island bleibt derweil erhalten.
Ein weiteres neues Feature ist „Apple Reference Image“: Die Kamera signiert Fotos digital zum Zeitpunkt der Aufnahme, sodass nachvollziehbar ist, dass ein Bild nicht KI-generiert wurde. Zusätzlich entsteht ein digitales Negativ, das nicht verändert werden kann und als Referenz dient.
Beim Thema Akku verspricht Apple deutliche Fortschritte: Fünf Minuten Ladezeit sollen für sechs Stunden Video-Wiedergabe reichen. Auch die Kühlung wurde überarbeitet – die neue Dampfkammer im iPhone 18 Pro bietet dreimal so viel Oberfläche wie die Vorgängerversion. Beim iPhone 17 Pro hatte diese Technik in Tests kaum Einfluss auf die Dauerleistung, was sich nun ändern könnte.
Gaming zeigte Apple mit dem Titel „Monster Hunter Now“, der auf dem neuen Gerät flüssig lief. Ein faltbares iPhone, über das zuvor spekuliert worden war, blieb aus. Branchenbeobachter hatten mit einem möglichen „iPhone Ultra“ gerechnet, das aufgrund der Falttechnik deutlich teurer hätte ausfallen können. Auch Preiserhöhungen für die Pro-Modelle blieben vorerst Spekulation – konkrete Angaben machte Apple im Rahmen der Präsentation nicht.