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ICE-Unglück in Rönneburg: Bahnübergang war jahrelang zu eng für lange Lkw

Ein Abschlussbericht zum tödlichen ICE-Zusammenstoß mit einem Sattelzug in Hamburg-Rönneburg zeigt: Der Bahnübergang Reller war für lange Lastwagen ungeeignet, und die Deutsche Bahn kannte die Gefahr offenbar seit Jahren.

Tödliches ICE-Unglück: Bericht offenbart jahrelange Versäumnisse an Bahnübergang
ICE-Unglück in Rönneburg: Abschlussbericht deckt jahrelange Versäumnisse am Bahnübergang auf
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Der Bahnübergang Reller in Hamburg-Rönneburg ist offenbar seit Jahren für den Verkehr mit langen Sattelzügen ungeeignet gewesen. Das geht aus dem Abschlussbericht zu dem tödlichen ICE-Unglück hervor, bei dem vor rund 20 Monaten ein Mensch ums Leben kam. Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass die Überfahrt für lange Lastkraftwagen zu eng war und die Deutsche Bahn die Gefahr offenbar längst kannte.

Bei dem Unfall war ein ICE mit einem Sattelzug zusammengestoßen. Ein Mensch starb. Der genaue Hergang und die Verantwortung sind nun Gegenstand der abschließenden Untersuchung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, warum der Bahnübergang trotz bekannter Probleme nicht rechtzeitig angepasst wurde.

Nach den Feststellungen des Berichts war die Fahrbahnbreite an der Überfahrt nicht ausreichend für die Länge moderner Sattelzüge. Dadurch konnten Fahrzeuge beim Queren der Gleise in eine Position geraten, in der sie nicht mehr rechtzeitig den Gefahrenbereich verlassen konnten. Die Deutsche Bahn soll über diese Einschränkung informiert gewesen sein, ohne dass es zu einer grundlegenden Änderung der Verkehrsführung oder der technischen Sicherung kam.

Der Bericht wirft damit ein Schlaglicht auf die Sicherheit von Bahnübergängen in der Region. In Südbaden und entlang der Rheinschiene kreuzen zahlreiche Bahnstrecken stark befahrene Straßen, auf denen schwere Lkw und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind. Die Anforderungen an die Geometrie solcher Übergänge sind in den vergangenen Jahren gestiegen, weil Fahrzeuge länger und schwerer geworden sind. Experten weisen seit Langem darauf hin, dass enge Zufahrten und unübersichtliche Kreuzungen ein erhebliches Risiko darstellen.

Die Deutsche Bahn hat sich zu den konkreten Vorwürfen bislang nicht im Detail geäußert. Der Abschlussbericht wird nun an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Er dürfte auch für die laufenden Ermittlungen zur Unfallursache von Bedeutung sein. Anwohner und Kommunalpolitiker in Harburg fordern seit dem Unglück eine Überprüfung aller vergleichbaren Bahnübergänge im Hamburger Süden.

Der Fall zeigt, wie wichtig regelmäßige Kontrollen und Anpassungen an Bahnübergängen sind. Neben der technischen Sicherung durch Schranken und Lichtsignale kommt es auf die Zufahrtswege an. Wenn diese nicht zur tatsächlich genutzten Fahrzeugflotte passen, können Warnsysteme allein eine Kollision nicht immer verhindern. Der Bericht nennt daher auch Empfehlungen für künftige Planungen und für die Nachrüstung bestehender Anlagen.

Für die betroffenen Familien und die Einsatzkräfte bleibt das Unglück auch 20 Monate später präsent. Die Aufarbeitung konzentriert sich nun darauf, ob und wann die Deutsche Bahn auf die bekannten Mängel hätte reagieren müssen. Die Ergebnisse des Berichts werden in den kommenden Wochen in die politische Diskussion einfließen, auch mit Blick auf die Sicherheit an Bahnübergängen in Baden-Württemberg und Südbaden.

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