Die anhaltende Trockenheit in Deutschland setzt den Wasserständen von Rhein und Bodensee weiter zu. Für Wassersportlerinnen und Wassersportler hat das ernste Folgen: Paddeln auf dem Rhein gleicht nach Einschätzung von Fachleuten inzwischen dem Radfahren auf einer Autobahn. Der Pegel ist so niedrig, dass Enten im Fluss zu Fuß unterwegs sind.
Am Bodensee und am Rhein bleibt die Lage nach Angaben des Nachrichtenmagazins Spiegel kritisch. Die Pegelstände sinken weiter, was nicht nur den Freizeitverkehr betrifft, sondern auch den Fährbetrieb und die Frachtschifffahrt. Besonders im Rhein bei Emmerich wird ein weiterer Rückgang des Pegels erwartet, wie der Nachrichtendienst RP Online berichtet.
Für Kanuten und andere Wassersportler bedeutet das eine erhebliche Einschränkung. Die niedrigen Wasserstände machen das Befahren des Rheins gefährlich und in vielen Abschnitten kaum noch möglich. Wer sein Boot zu Wasser lassen will, muss derzeit genau prüfen, ob die Strecke überhaupt befahrbar ist. Die Bedingungen erinnern an die Situation auf einer stark befahrenen Straße, auf der man als Radfahrer zwischen Lastwagen und Autos unterwegs ist.
Die Ursache für die sinkenden Pegel ist die anhaltende Trockenheit. Sie hält seit Wochen an und betrifft weite Teile Deutschlands. Der Bodensee, eines der größten Binnengewässer Europas, leidet ebenfalls unter dem Wassermangel. Für den Tourismus und die Freizeitschifffahrt in der Region ist das eine schlechte Nachricht, denn der See ist im Herbst eigentlich ein beliebtes Ziel für Segler, Paddler und Ausflügler.
Die Auswirkungen reichen über den Sport hinaus. Fähren und Frachtschiffe können bei niedrigen Pegeln weniger Ladung transportieren oder müssen ihre Routen anpassen. Für die Wirtschaft an Rhein und Bodensee entstehen dadurch Kosten und Verzögerungen. Die Binnenschifffahrt ist auf ausreichende Wassertiefen angewiesen, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Für Wassersportlerinnen und Wassersportler bleibt die Hoffnung auf Regen. Bis sich die Lage entspannt, gilt es, die aktuellen Pegelstände zu beobachten und alternative Reviere zu nutzen. Der Bodensee und der Rhein werden erst dann wieder zuverlässig befahrbar sein, wenn sich die Wetterlage nachhaltig ändert.