Zwei deutsche Wanderer sind bei getrennten Bergunfällen in den österreichischen Alpen ums Leben gekommen. Ein 56-jähriger Mann stürzte am Hohen Ifen in Vorarlberg rund 200 Meter in die Tiefe, wie die Behörden mitteilten. Ein 64-jähriger Deutscher verunglückte bei Lech ebenfalls in Vorarlberg und fiel etwa 70 Meter einen Hang hinab. Für beide kam jede Hilfe zu spät.
Der erste Unfall ereignete sich am Hohen Ifen, einem bekannten Bergmassiv im Kleinwalsertal an der Grenze zu Deutschland. Der 56-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen allein unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache abstürzte. Wanderer entdeckten den leblosen Mann und alarmierten die Rettungskräfte. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die genauen Umstände des Sturzes sind Gegenstand der Ermittlungen der örtlichen Polizei.
Am selben Tag kam es bei Lech am Arlberg zu einem weiteren tödlichen Unglück. Ein 64-jähriger Deutscher stürzte beim Wandern rund 70 Meter einen steilen Hang hinab. Auch hier konnten die alarmierten Einsatzkräfte nur noch den Tod des Mannes bestätigen. Die Bergrettung und die Polizei waren im Einsatz, um den Verunglückten zu bergen. Die Identität des Mannes sowie die genaue Unfallursache werden derzeit ermittelt.
Die beiden Todesfälle reihen sich in eine Serie von Bergunfällen in den österreichischen Alpen in diesem Sommer ein. Immer wieder verunglücken Wanderer und Bergsteiger in dem beliebten Urlaubsgebiet, das auch bei Gästen aus Süddeutschland und Baden-Württemberg sehr gefragt ist. Die Region Vorarlberg ist für ihre anspruchsvollen Wanderwege und alpinen Steige bekannt, die bei schlechten Bedingungen oder Unachtsamkeit schnell zur Gefahr werden können.
Die österreichischen Behörden appellieren angesichts der jüngsten Unglücke erneut an Wanderer, ihre Touren sorgfältig zu planen, Wetterberichte zu beachten und die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Alpenvereine und Bergretter raten zudem, auf markierten Wegen zu bleiben und geeignete Ausrüstung mitzuführen. Besonders nach Regenfällen oder bei Nebel sind die Wege oft rutschig und die Sichtverhältnisse schwierig.
Die deutschen Konsularbehörden wurden über die beiden Todesfälle informiert. Die Angehörigen der Verunglückten wurden benachrichtigt. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern in beiden Fällen an. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen, die die Unfälle beobachtet haben könnten.