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RB Leipzig schlägt Elversberg 4:0 und baut seine Heimserie aus

RB Leipzig gewinnt zu Hause mit 4:0 gegen Aufsteiger SV Elversberg. Trainer Martin Demichelis rotiert auf acht Positionen und verschafft sich damit etwas Luft.

RB Leipzig hat in der Fußball-Bundesliga einen glanzlosen, aber deutlichen Heimsieg eingefahren. Vor 41.129 Zuschauern besiegte der Klub den Aufsteiger SV Elversberg mit 4:0 und hält damit gleich mehrere Serien am Leben. Es war der vierte Heimsieg der Saison, und alle vier Partien endeten ohne Gegentor. Zudem gewannen die Leipziger saisonübergreifend bereits den neunten Heimspiel gegen die Saarländer und ließen dabei nie einen Treffer zu.

Für Trainer Martin Demichelis war der Erfolg wichtig. Nach den Niederlagen beim FC Bayern (1:6) und bei Real Madrid (1:4) stand der Argentinier unter Druck. Der Sieg verschafft ihm nun wieder etwas Luft. Demichelis änderte die Mannschaft im Vergleich zum Champions-League-Spiel auf acht Positionen. Selbst Torhüter Maarten Vandervoordt, der zuletzt stark gehalten hatte, bekam eine Pause. Erstmals seit seinem Wechsel im Sommer stand der Norweger Örjan Nyland im Tor, der das RB-Gehäuse zuletzt im April 2023 gehütet hatte.

Die Elversberger setzten dagegen auf Kontinuität. Lediglich Frederik Schmahl rückte für den verletzten Noah Darvich ins offensive Mittelfeld. In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine zähe Partie, die zwischen den Strafräumen dahinplätscherte. Die gefährlicheren Szenen gehörten den Gästen, die ab der 20. Minute immer mehr Druck entfalteten. David Mokwa prüfte Nyland zweimal (37., 39.), wobei der Torhüter einmal stark reagierte und einmal den Winkel so verkürzte, dass der Angreifer abgedrängt wurde. Die Leipziger brachten dagegen offensiv bis auf eine Halbchance von Antonio Nusa (25.) kaum etwas zustande.

Nach der Pause reagierte Demichelis und brachte Romulo für den enttäuschenden Andrija Maksimovic. Gomis rückte auf die rechte Außenbahn, und diese Umstellung zahlte sich sofort aus. Nusa bediente den einlaufenden Gomis, der nur noch einschieben musste (48.). Danach mussten die Saarländer ihre kompakte Abwehr öffnen, was den Leipzigern Konterchancen eröffnete. Einen weiten Abschlag von Nyland über rund 50 Meter erlief Gomis und zwang Nicolas Kristof im Elversberger Tor zu einer Fußabwehr (57.). Beim 2:0 kam der entscheidende Pass erneut von Nusa, der aus der eigenen Hälfte den Angriff einleitete. Romulos Schuss rutschte durch die Beine von Kristof, der Treffer in der 66. Minute war haltbarer, als er aussah.

Elversberg gab nicht auf und suchte immer wieder den Weg zum Tor. Dabei profitierte das Team oft von Stellungsfehlern der Leipziger Außenverteidiger Max Finkgräfe und Benjamin Henrichs. Allerdings fehlte den Gästen die Durchschlagskraft: Schmahl schoss in der 69. Minute aus freier Position aus kurzer Distanz über das Tor. Mit fortlaufender Spielzeit verlor die Mannschaft zunehmend die Moral. In der Schlussviertelstunde brachte RB den Sieg ohne größere Probleme über die Zeit. Christoph Baumgartner köpfte bei seinem Heim-Comeback nach langer Verletzung zum 3:0 ein (84.), ehe Romulo in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer (90.+3) den Endstand herstellte.

Der Sieg macht deutlich, dass die Leipziger ihre defensive Stabilität auch unter einem wechselnden Personal halten können. Gleichzeitig zeigte die Partie, dass das Offensivspiel noch an Abstimmung fehlt. Die neu zusammengestellte Formation hatte sich in dieser Konstellation vorher noch nie gemeinsam auf dem Platz bewährt, was sich in der ersten Hälfte deutlich bemerkbar machte. Für Demichelis dürfte nach einer schwierigen Phase vor allem zählen, dass die Mannschaft wieder gewinnt.