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Meta stellt VR-Brille für 1300 Dollar vor

Meta bringt im Frühjahr 2027 eine neue VR-Brille auf den Markt, die mit 100 Gramm Gewicht, 5K-Micro-OLED-Displays und Xbox-Cloud-Gaming punkten soll – doch der Preis von 1300 Dollar dürfte viele Interessenten abschrecken.

Meta hat eine neue VR-Brille angekündigt, die im Frühjahr 2027 für 1300 Dollar erscheinen soll. Das Gerät wiegt laut Hersteller nur 100 Gramm und richtet sich an Nutzer, die eine leichtere Alternative zur Quest-Reihe suchen. Im Kern handelt es sich um eine Quest 3, die für den mobilen Einsatz optimiert wurde.

Die gesamte Rechenleistung steckt in einem kleinen, taschengroßen Puck, der mit der Brille verbunden ist. Darin arbeiten ein Qualcomm-Snapdragon-Reality-Elite-Chipsatz, 128 GB Speicher, 12 GB Arbeitsspeicher und der Akku. Die Brille selbst verfügt über 5K-Micro-OLED-Linsen, die pro Auge 2412 x 2288 Pixel bei einer Bildwiederholrate von 120 Hertz darstellen.

Zum Start können Nutzer auf den gesamten Katalog der Meta-Quest-Plattform zugreifen. Auch Xbox Cloud Gaming wird unterstützt. Meta zufolge ist die Brille «IMAX-Enhanced certified» und unterstützt Dolby Vision HDR sowie 3D-Filme. Zur Verfügung stehen zunächst 75 Spiele, die ausschließlich per Handgestensteuerung gespielt werden können. Alternativ lässt sich die Brille als zusätzlicher Monitor an eine Konsole oder ein Handheld anschließen.

Controller sind nicht im Lieferumfang enthalten. Wer sie benötigt, kann Touch-Plus-Controller separat erwerben oder ein vorhandenes Quest-3- bzw. Quest-3S-Set mit der Brille koppeln. Ein weiteres zentrales Feature sind sogenannte Hologramme – fotorealistische Avatare, die das Gesicht des Nutzers nachbilden und bei Anrufen mit anderen Besitzern der VR-Brille zum Einsatz kommen. Sie werden zunächst als flacher stereoskopischer Videostream gerendert. Meta plant, diese Technik weiterzuentwickeln und langfristig das bisherige cartoonhafte Avatar-System zu ersetzen.

Der Preis dürfte die größte Hürde sein. Mit 1300 Dollar kostet die Brille mehr als das Doppelte eines Quest-3-Headsets mit 512 GB und ein Vielfaches eines Quest 3S. Die Portabilität ist ein Vorteil, doch wer vor allem Filme schauen oder Konsolenspiele auf einer zweiten Anzeige verfolgen möchte, findet bei günstigeren Alternativen wie der Viture Beast und der Pro 2 XR möglicherweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Für reines VR-Gaming könnte die neue Brille dennoch attraktiv sein, da die Quest-Plattform bereits zahlreiche Spiele und kommende Ports wie «High on Life» bietet.

Wer aktuell eine teure VR-Option sucht, kann sich auch das Steam Frame von Valve ansehen. Das Headset kostet über 1000 Dollar und wird bereits ausgeliefert. Meta positioniert seine neue Brille damit in einem Premiumsegment, das sich deutlich von der bisherigen Quest-Strategie unterscheidet.