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Bund stoppt Cosco-Übernahme von Logistikkonzern Zippel in Hamburg

Die Bundesregierung untersagt den Verkauf von 80 Prozent der Anteile des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco. Sicherheitsbedenken und die Gefahr strategischer Abhängigkeiten sind die Gründe.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Bundesregierung hat den Verkauf von 80 Prozent der Anteile des Hamburger Logistikunternehmens Zippel an die chinesische Staatsreederei Cosco untersagt. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte die Entscheidung nach einer Kabinettssitzung. Als Begründung nannte er Sicherheitsbedenken: Es bestehe die Gefahr strategischer Abhängigkeiten, die im Zuge politischer Verwerfungen als Druckmittel genutzt werden könnten.

Zippel gilt als zentrales Unternehmen für die Logistik rund um den Hamburger Hafen. Das Unternehmen transportiert Waren per Zug, Schiff und Lastwagen, darunter Güter, die über die Seehäfen Hamburg und Bremerhaven nach Deutschland gelangen. Nach früheren Angaben beschäftigt Zippel rund 350 Menschen. Der Einstieg von Cosco wurde deshalb auch mit Blick auf Sicherheitsinteressen kritisch gesehen. Auch der Verfassungsschutz äußerte Bedenken.

Bereits 2023 hatte Cosco einen Minderheitsanteil von 24,99 Prozent am Containerterminal Tollerort in Hamburg übernommen. Der damalige Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen hatte den Einstieg gebilligt. Dieser Schritt sorgte europaweit für Unmut. Die Niederlande mit dem wichtigen Hafenstandort Rotterdam mahnten ein koordiniertes europäisches Vorgehen an. Der niederländische Botschafter in Berlin hatte sich damals höchst undiplomatisch in die deutsche Debatte eingeschaltet.

Inzwischen arbeitet auch die EU an einer gemeinsamen Linie. In einem Brüsseler Strategiepapier heißt es, europäische Häfen lockten strategische Investoren an. Die Mitgliedstaaten sollen den Einstieg strategischer Investoren genauer prüfen. Die Regelung soll in Deutschland für große Seehäfen wie Bremen, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hamburg greifen. Ebenso für Binnenhäfen wie Duisburg, einen zentralen Umschlagplatz für Waren aus Rotterdam, aber auch per Bahn aus China.

Die Entscheidung der Bundesregierung fällt in eine Phase wachsender handelspolitischer Spannungen. China hatte zuletzt die neue EU-Strategie kritisiert, während der chinesische Handelsüberschuss weiter wächst. Der Stopp der Übernahme dürfte die ohnehin angespannten Wirtschaftsbeziehungen zusätzlich belasten. Für den Logistikstandort Hamburg bedeutet die Entscheidung zunächst Planungssicherheit, stellt aber auch eine Weichenstellung für künftige Investitionen aus Drittstaaten dar.

Ob Cosco rechtliche Schritte gegen das Verbot prüft, ist bislang nicht bekannt. Die Bundesregierung hat sich zu möglichen Konsequenzen für laufende oder künftige Beteiligungen nicht geäußert. Klar ist, dass die Prüfung ausländischer Investitionen in kritische Infrastruktur an Bedeutung gewinnt. Die EU-Kommission will mit ihrem Strategiepapier den Mitgliedstaaten einen Rahmen an die Hand geben, um strategische Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

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