Kurz vor dem Black Friday und dem Erscheinen von Grand Theft Auto 6 häufen sich die Meldungen über Konsolenknappheit. Xbox-Chefin Asha Sharma hatte kürzlich erklärt, dass die Nachfrage das verfügbare Angebot an Xbox-Konsolen übersteigt. Microsoft hat Besitzer älterer Geräte zudem aufgefordert, ihre Konsolen in Zahlung zu geben. Sony bietet an, die PS5 zu einem Preis von 400 Dollar anzukaufen, und wer eine PS5 Pro kaufen will, muss bei Wiederverkäufern bis zu 1.400 Dollar zahlen.
Wie es um die Verfügbarkeit tatsächlich steht, hat ein Test bei den großen Online-Händlern gezeigt. Mit einer Ausnahme ist derzeit jedes aktuelle Konsolenmodell weithin zum empfohlenen Verkaufspreis (UVP) erhältlich. Die Ausnahme ist die PS5 Pro: Bei Amazon, Best Buy, Target, GameStop und im PlayStation Direct ist sie ausverkauft. Gebrauchte Geräte gibt es zwar noch bei eBay oder bei Drittanbietern, dort liegen die Preise jedoch bei rund 1.500 Dollar.
Die PS5 mit Laufwerk kostet 649,99 Dollar und ist bei nahezu allen Händlern vorrätig. Sony stellt ab Januar 2028 die Produktion von Disc-Versionen ein, verkauft diese Modelle aber bis dahin weiter. Die digitale PS5 Edition kostet 599,99 Dollar. Bei Amazon und GameStop ist sie derzeit ausverkauft, bei anderen Händlern aber verfügbar.
Auch bei Microsoft gibt es Engpässe. Die Xbox Series X mit Laufwerk ist für 799,99 Dollar bei den meisten Händlern erhältlich. Bei Target und direkt bei Microsoft ist sie jedoch ausverkauft. Die digitale Xbox Series X kostet 749,99 Dollar und ist außer direkt bei Xbox überall zu haben. Die Xbox Series S gibt es in zwei Varianten mit 512 GB für 499,99 Dollar und mit 1 TB für 599,99 Dollar. Beide sind laut Test weitgehend zum Listenpreis verfügbar.
Die Nintendo Switch 2 ist ebenfalls zum Listenpreis von 499,99 Dollar bei zahlreichen Händlern erhältlich. Nintendo scheint nach dem Befund ausreichend Geräte auf Lager zu haben. Die Lage könnte sich jedoch ändern. Die Verkäufe der Xbox liegen laut früheren Hinweisen deutlich hinter denen der PS5 zurück. Capcom erklärte, dass nur 8,6 Prozent der Verkäufe von Resident Evil Requiem auf die Xbox entfielen.
Ob die Engpässe nur auf den Ansturm des Black Friday zurückgehen oder langfristig bestehen bleiben, ist offen. Es sei durchaus möglich, dass Sony und Microsoft mit ihren Warnungen lediglich den erwarteten Kaufansturm im Blick haben. Zudem werden Fans von GTA 6 am 19. November zum Verkaufsstart Konsolen kaufen wollen, Vorbestellungen laufen bereits ab dem 10. November. Hinzu kommt die als "RAMageddon" bezeichnete Speicherknappheit, die sich 2027 verschärfen könnte. Dadurch seien weitere Engpässe oder Preissteigerungen möglich. Wer eine Konsole braucht, sollte daher laut Einschätzung zum Zeitpunkt der Recherche zugreifen, solange die Geräte noch gut verfügbar sind.