Wireva

Silver Lake und Saudi-PIF sollen Interesse an Übernahme von Unity haben

Die Investorengruppe, die kürzlich Electronic Arts übernommen hat, verhandelt laut Berichten über einen Kauf des Spiele-Software-Anbieters Unity. Die Gespräche gelten als vorläufig, eine Einigung ist nicht gesichert.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Investorengruppe hinter der Übernahme von Electronic Arts soll nun auch Unity ins Visier genommen haben. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, der sich auf nicht namentlich genannte Quellen stützt, führen Silver Lake und der saudische Staatsfonds PIF Gespräche über einen Kauf des Unternehmens, das vor allem für seine Spiele-Engine bekannt ist. Die Details sind bislang nicht offiziell bestätigt, und die Berichterstattung beruht auf vertraulichen Informationen.

Demnach wurde in den Gesprächen eine Unternehmensbewertung von rund 25 Milliarden US-Dollar diskutiert. Die Marktkapitalisierung von Unity lag vor den jüngsten Quartalszahlen bei etwa 21,5 Milliarden US-Dollar. Silver Lake hält bereits rund acht Prozent der Anteile am Unternehmen und hatte zuvor 400 Millionen US-Dollar in Unity investiert. Auch Unity selbst hat sich offenbar Unterstützung geholt: Das Unternehmen soll eine Investmentbank beratend hinzugezogen haben, um seine Optionen zu prüfen. Die Gespräche werden als vorläufig beschrieben, ein Abschluss ist nicht garantiert. Offen ist zudem, ob überhaupt ein formelles Angebot gemacht wird, sowie die endgültige Bewertung und die Konditionen eines möglichen Deals.

Der Hintergrund ist die jüngste Großübernahme derselben Investorengruppe. Silver Lake, der PIF und Affinity Partners kauften Electronic Arts für 55 Milliarden US-Dollar; die Übernahme wurde im August abgeschlossen. Seither hat EA das Unternehmen umstrukturiert und mehrere Studios geschlossen, darunter BioWare. Berichten zufolge wurde außerdem das nächste Spiel der Mass-Effect-Reihe gestrichen. Diese Entwicklungen rund um EA werden in der Branche aufmerksam verfolgt, nicht zuletzt weil sie zeigen, welche Folgen ein Eigentümerwechsel für Studios und Franchises haben kann. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Strategie die Investoren mit Unity verfolgen würden.

Unity ist vor allem durch seine Engine bekannt, mit der zahlreiche Spiele für Smartphones, Konsolen und PCs entwickelt werden. Zu den bekanntesten Titeln zählen Genshin Impact und Among Us. Auch Scopely und Niantic, die beide zum Portfolio der Investorengruppe gehören, nutzen Werkzeuge von Unity, was die Verbindung zwischen den Beteiligungen der Gruppe und der Software des Unternehmens unterstreicht. Das Unternehmen ging im Jahr 2020 an die Börse und hat sein Geschäft in Richtung Werbetechnologie und Echtzeit-3D-Software ausgeweitet. Diese Software kommt nicht nur in Spielen zum Einsatz, sondern auch in der Automobilindustrie, bei Filmproduktionen, in der Architektur und in industriellen Simulationen. Damit reicht ihre Bedeutung weit über die Spielebranche hinaus.

An der Börse kamen die Berichte gut an: Die Unity-Aktien legten im regulären Handel um fast 15 Prozent zu und standen zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 48,80 US-Dollar. Der Kursanstieg zeigt, dass der Markt eine mögliche Übernahme zumindest als attraktive Perspektive für die Anteilseigner wertet. Ob aus den Gesprächen tatsächlich ein Angebot wird, bleibt jedoch abzuwarten.