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Schweden-Wahl: Linke Opposition liegt nach Nachwahlbefragungen vorn

Bei der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich ein Sieg der von den Sozialdemokraten geführten Opposition ab. Nachwahlbefragungen sehen das linke Lager bei 51,3 Prozent, den rechten Block bei rund 47 Prozent. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten verlieren erstmals seit 2010 an Zustimmung.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Bei der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich ein Sieg der von den Sozialdemokraten angeführten Opposition ab. Nachwahlbefragungen der Sender SVT und TV4 vom Sonntag sehen die vier linken Oppositionsparteien bei 51,3 Prozent der Stimmen, während der rechte Block auf rund 47 Prozent kommt. Damit hätte das regierende Mitte-Rechts-Bündnis von Ministerpräsident Ulf Kristersson seine Mehrheit verloren.

Besonders deutlich fällt das Ergebnis für die rechtspopulistischen Schwedendemokraten aus. Laut den Prognosen büßen sie erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 2010 an Zustimmung ein und erreichen nur noch rund 17 bis 18 Prozent. Vor der Wahl hatten sie in Umfragen bei etwa 20 Prozent gelegen. Die Partei, die bisher als Unterstützer der Minderheitsregierung von Kristersson fungierte, hatte erstmals eine Regierungsbeteiligung angestrebt. Kristersson hatte den Rechtspopulisten Schlüsselposten in Aussicht gestellt, darunter das Einwanderungsressort, sollte er erneut regieren.

Das Wahlergebnis markiert eine Zäsur in der schwedischen Politik. Die Sozialdemokraten unter ihrer Spitzenkandidatin Magdalena Andersson hatten in den Umfragen vor der Wahl nahezu gleichauf mit dem rechten Lager gelegen. Ein enges Rennen war erwartet worden. Nun deutet sich an, dass die linke Opposition die stärkste Kraft im Reichstag wird. Allerdings wird wegen der teils sehr unterschiedlichen Positionen der vier Parteien mit längeren Koalitionsverhandlungen gerechnet. Eine schnelle Regierungsbildung ist damit unwahrscheinlich.

Im Wahlkampf standen Themen wie Migration, Bandenkriminalität und eine mögliche Verschärfung des Strafrechts im Mittelpunkt. Auch die Frage, ob die Rechtspopulisten erstmals Teil einer Regierung werden könnten, prägte die Auseinandersetzung. Die Schwedendemokraten hatten sich als Partner der bürgerlichen Parteien positioniert und auf eine Regierungsbeteiligung gedrängt. Mit dem Verlust an Zustimmung dürfte dieser Anspruch nun schwerer durchzusetzen sein.

Für die Regierungsbildung im Falle eines Sieges des linken Lagers gelten die unterschiedlichen programmatischen Ausrichtungen der vier Parteien als Herausforderung. Beobachter erwarten daher schwierige Gespräche. Sollte sich der Vorsprung der Opposition in den Hochrechnungen bestätigen, könnte Schweden eine Regierung unter sozialdemokratischer Führung bekommen, die auf die Unterstützung mehrerer kleinerer Parteien angewiesen wäre. Die endgültigen Ergebnisse werden im Laufe der Nacht erwartet.

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