Wireva

Trumpf wächst kräftig im Geschäft mit der Chipindustrie

Der Laserspezialist Trumpf profitiert vom KI-Boom und von der Nachfrage der Chipindustrie. Technikchef Peter Leibinger spricht im Handelsblatt über den Wachstumskurs und geplante Produktionssteigerungen.

Der Laserspezialist Trumpf profitiert derzeit stark vom Boom rund um künstliche Intelligenz. Das Unternehmen verzeichnet nach den vorliegenden Informationen ein deutliches Wachstum im Geschäft mit der Chipindustrie, die für ihre Fertigung auf präzise Lasertechnik angewiesen ist. Der Aufschwung kommt also nicht aus dem klassischen Maschinenbau, sondern aus einer Branche, deren Nachfrage sich in kurzer Zeit stark verändert hat.

Im Mittelpunkt steht die Nachfrage aus der Halbleiterbranche. Hochleistungsprozessoren und die Hardware für KI-Anwendungen werden in immer größerer Zahl hergestellt, und dafür braucht es Anlagen, die feinste Strukturen zuverlässig bearbeiten können. Lasertechnik gehört zu den Schlüsselwerkzeugen dieser Fertigung. Wenn die Chiphersteller ihre Kapazitäten ausbauen, steigt damit automatisch der Bedarf an den Maschinen, die sie ausrüsten. Genau in diesem Segment sieht sich Trumpf gut positioniert.

Der Technologiechef des Unternehmens hat dem Handelsblatt ein Interview gegeben. Darin kündigt er an, die Produktion auszuweiten, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Konkrete Zahlen zum geplanten Ausbau, etwa zu zusätzlichen Kapazitäten, Standorten oder Investitionssummen, nennt der vorliegende Auszug jedoch nicht. Auch zu Umsatz, Auftragsbestand oder Beschäftigung lassen sich aus den bisher verfügbaren Angaben keine verlässlichen Werte ableiten. Wer die genaue Größenordnung des Wachstums beziffern möchte, muss sich deshalb an das vollständige Interview halten.

Die Entwicklung zeigt, wie eng die Geschicke traditioneller Industrieunternehmen mit dem Technologiewandel verknüpft sind. Das Unternehmen gehört zu den Zulieferern einer Branche, die im Schatten der Endprodukte arbeitet, aber über ihre Maschinen einen erheblichen Teil der Wertschöpfung trägt. Ob sich der Wachstumskurs über die aktuelle KI-Konjunktur hinaus fortsetzt, hängt davon ab, wie dauerhaft die Investitionen der Chipindustrie ausfallen. Diese Frage bleibt nach dem derzeitigen Stand offen.