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Papst Leo XIV. nimmt zwei Tage nach Lungenoperation erste Arbeitstermine wahr

Zwei Tage nach der Entfernung des unteren Lungenlappens hat Papst Leo XIV. im Gemelli-Klinikum in Rom den Substituten des Staatssekretariats, Erzbischof Paolo Rudelli, empfangen. Der Vatikan wertet den ersten Arbeitskontakt mit einem hohen Kurienvertreter als Zeichen einer planmäßigen Genesung. Die Generalaudienzen bleiben bis zum 20. Oktober ausgesetzt.

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Papst Leo XIV. hat nur zwei Tage nach einer schweren Lungenoperation seine Amtsgeschäfte teilweise wieder aufgenommen. Wie das Pressebüro des Heiligen Stuhls mitteilte, empfing er am Donnerstagnachmittag, dem 15. Oktober, in der Gemelli-Klinik in Rom Erzbischof Paolo Rudelli, den Substituten für Allgemeine Angelegenheiten im Staatssekretariat. Es war der erste Kontakt des Papstes mit einem hochrangigen Vertreter der Römischen Kurie seit dem Eingriff.

Der Vatikan deutet den Termin als Signal, dass die Erholung nach Plan verläuft. Bereits am Donnerstagmorgen hatte Leo XIV. wie am Vortag in einem eigens hergerichteten Raum im zehnten Stock der Klinik die heilige Messe mitzelebriert. Die päpstlichen Audienzen bleiben jedoch bis zum 20. Oktober ausgesetzt. Der Papst war am 13. Oktober operiert worden.

Die Chirurgen entfernten den unteren Lappen der rechten Lunge mit einer videounterstützten Technik. Eine intraoperative histopathologische Untersuchung bestätigte den Verdacht aus den Voruntersuchungen: ein Adenokarzinom der Lunge, ein bösartiger Tumor aus der Gruppe der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome. Der eigentliche Eingriff dauerte rund 90 Minuten, der Aufenthalt im Operationssaal insgesamt etwa drei Stunden. Die Operation verlief ohne Komplikationen, der Papst erwachte ordnungsgemäß aus der Narkose.

Nach Angaben des Vatikans sind die Blutwerte und das Röntgenbild des Brustkorbs unauffällig. Leo XIV. hat mit Atemphysiotherapie begonnen, ist im Zimmer umhergegangen und isst wieder regelmäßig. Die Genesung entspreche den Erwartungen, der geplante Klinikaufenthalt solle etwa eine Woche dauern. Über die weitere Behandlung, einschließlich einer möglichen Chemotherapie, wird erst nach vollständiger Analyse des entfernten Gewebes und der übrigen Untersuchungen entschieden. Eine entsprechende Entscheidung des Heiligen Stuhls steht noch aus.

Der Thoraxchirurg Giuseppe Cardillo verwies auf das geringe Risiko des Eingriffs. Nach der Operation bestehe zwar ein gewisses Risiko für den Patienten, dieses sei jedoch sehr klein, weil das Verfahren minimalinvasiv und sicher sei. Der Vatikan informiert seit dem Eingriff regelmäßig über den Gesundheitszustand des Papstes und betont dessen guten Verlauf.

Die Rückkehr an den Schreibtisch fällt in eine Phase, in der die katholische Kirche auf die Genesung ihres Oberhauptes wartet. Dass Leo XIV. ausgerechnet den Substituten des Staatssekretariats empfing, also den ranghöchsten Koordinator der Kurienverwaltung, unterstreicht nach Einschätzung von Beobachtern den Willen, die Regierungsgeschäfte der Kirche schrittweise wieder selbst zu führen. Bis zur vollständigen Wiederaufnahme der Audienzen bleibt der Vatikan auf die offiziellen Gesundheitsbulletins angewiesen.