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Pflegekräfte in deutschen Kliniken: Stern-Studie zeichnet Häuser mit guten Arbeitsbedingungen aus

Eine neue Studie des Münchner Instituts Minq untersucht, welche Krankenhäuser Pflegekräften besonders attraktive Rahmenbedingungen bieten. Die Auszeichnung basiert auf Qualitätsberichten, Personalkennzahlen und Patientenbewertungen. Der Fachkräftemangel in der Pflege bleibt angespannt.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

In deutschen Krankenhäusern konkurrieren die Träger zunehmend um qualifiziertes Pflegepersonal. Eine aktuelle Studie des Münchner Rechercheunternehmens Munich Inquire Media (Minq) hat nun ermittelt, welche Kliniken Pflegekräften besonders attraktive Rahmenbedingungen bieten. Die Ergebnisse wurden unter dem Titel «Ausgezeichnete Rahmenbedingungen für Pflegekräfte 2026/27» veröffentlicht.

Die Untersuchung stützt sich auf einen mehrdimensionalen Ansatz. Ausgewertet wurden offizielle Qualitätsberichte der Krankenhäuser, Kennzahlen zur Personalausstattung, Angaben des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK), Fragebögen der Einrichtungen selbst sowie Patientenbewertungen. Bewertet wurde nicht nur, welche zusätzlichen Leistungen Arbeitgeber anbieten, etwa Jobtickets, Gesundheitsprogramme oder vergünstigte Mahlzeiten. Entscheidend war auch, wie gut die Pflege im Alltag organisiert ist, ob ausreichend Personal zur Verfügung steht und welche Maßnahmen die Qualität der Versorgung sichern. Das Siegel kennzeichnet Einrichtungen, die in diesem Vergleich besonders gut abschneiden. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine individuelle Zufriedenheitsbefragung der Beschäftigten und bedeutet nicht, dass in anderen Kliniken schlechter gearbeitet wird.

Hintergrund der Studie ist der anhaltende Fachkräftemangel in der Pflege. Rund 1,76 Millionen Beschäftigte arbeiten hierzulande in Pflegeberufen. Die Arbeitslosenquote für examinierte Fachkräfte lag im Jahr 2025 bei 1,1 Prozent, verglichen mit rund 6,3 Prozent am gesamten Arbeitsmarkt. Auf 100 gemeldete Stellen kamen nur 57 arbeitssuchende Fachleute. Eine Trendwende ist nicht in Sicht, da mit der ambulanten und stationären Versorgung sowie dem Kliniksektor gleich zwei große Bereiche um kompetentes Personal konkurrieren. Die Pflegeversicherung beschäftigt etwa 843.000 Menschen, der Kliniksektor rund 734.000. Zum Vergleich: Knapp 220.000 Ärztinnen und Ärzte arbeiten an Krankenhäusern. Die Pflege ist damit die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen.

Kanzleramtschefin Nina Warken, bis Juli Bundesgesundheitsministerin, hatte die Lage im Parlament so beschrieben: «Der Fachkräftebedarf steigt, je mehr Babyboomer sich aus dem aktiven Berufsleben verabschieden.» Dennoch gibt es positive Signale bei der Nachwuchsgewinnung. Zwischen 2022 und 2025 stieg die Zahl der neuen Auszubildenden in der Pflege um beinahe ein Viertel. Zu Silvester 2025 befanden sich 157.200 künftige Fachkräfte in Ausbildung. Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, wertet dies als entscheidenden Fortschritt: «Die Zahlen zeigen, dass die Pflegeausbildung auf dem richtigen Weg ist. Immer mehr Menschen entscheiden sich damit für einen sinnstiftenden Beruf mit vielfältigen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie guter Bezahlung. Das ist ein starkes Signal.»

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist eine grundlegende Reform der Berufsausbildung. Sie wurde bereits 2016 von Hermann Gröhe (CDU) und Manuela Schwesig (SPD) unter Kanzlerin Merkel entwickelt und trat 2020 in Kraft. Bildeten Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bis dahin drei getrennte Berufsbilder, kann eine dreijährig ausgebildete Pflegefachperson nun in sämtlichen Sektoren arbeiten. Der Abschluss wird zudem in der gesamten Europäischen Union automatisch anerkannt. Für Pflegekräfte bedeutet das eine größere Wahlfreiheit bei der Arbeitsstelle.

Das Ansehen des Pflegeberufs in der Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. 2018 hatte die Krankenpflege in jährlichen Umfragen zum Ansehen von Berufsgruppen erstmals mit der Ärzteschaft gleichgezogen. Seit 2021 übertrifft sie diese ununterbrochen. Zwischen beiden Rängen steht die Altenpflege. Angesichts dieser Entwicklung gewinnen Studien, die gute Arbeitsbedingungen sichtbar machen, an Bedeutung für die Orientierung von Pflegekräften auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

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