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Star Trek: Strange New Worlds Staffel 4, Folge 9: La'An gegen sich selbst

Die neueste Folge von Star Trek: Strange New Worlds schickt die Crew erneut in eine märchenhafte Parallelwelt. Diesmal steht La'An im Mittelpunkt, die sich ihren dunklen Impulsen stellen muss. Die Episode sorgt für gemischte Gefühle.

Die neueste Episode von Star Trek: Strange New Worlds mit dem Titel «Once La'An a Time» führt die Crew der Enterprise erneut in eine skurrile Märchenwelt. Nachdem bereits in der ersten Staffel in «The Elysian Kingdom» das gesamte Personal in Figuren aus einem Storybook verwandelt wurde, kehrt die Serie nun zu diesem Konzept zurück – diesmal jedoch mit einem Fokus auf Christina Chongs Figur La'An. Die Episode ist eine direkte Fortsetzung der damaligen Handlung und setzt die aktuelle Staffel fort, die ohnehin bereits mehrere ungewöhnliche Konzeptfolgen präsentiert hat.

Im Zentrum steht La'Ans innerer Kampf gegen ihre dunklen Impulse, ein Thema, das die Figur bereits die gesamte Staffel über begleitet. In der Märchenwelt muss sie sich buchstäblich selbst gegenübertreten, um diesen Konflikt zu lösen. Chong wird für ihre schauspielerische Leistung gelobt, insbesondere in einer Szene, in der die sonst so zornige La'An versucht zu weinen, es aber nicht schafft. Die Episode wurde von Onitra Johnson geschrieben, die bereits an der ersten Staffel-Folge beteiligt war, und von Sydney Freeland inszeniert. Am Ende findet die Handlung zu einem zufriedenstellenden Abschluss für die Figur.

Ein weiteres Highlight der Folge ist der Kampf der Enterprise gegen einen Drachen. Das Raumschiff gerät zunächst in die Defensive und kann den Gegner erst durch den Einsatz von «Magie» bezwingen. Diese Wendung erinnert an die Abenteuer der Originalserie, die einst ähnlich fantastische Elemente zeigte, etwa als die riesige Hand des griechischen Gottes Apollo das Schiff im Weltraum packte oder Captain Kirk und Mr. Spock auf Abraham Lincoln trafen. Für viele Zuschauer ist diese Art von Handlung ein nostalgischer Rückgriff auf die Wurzeln des Franchise.

Trotz dieser Momente wird die Episode in der Kritik zwiegespalten aufgenommen. Während die darstellerische Leistung von Christina Chong gewürdigt wird, wird bemängelt, dass die Serie mit nur zehn Folgen pro Staffel wertvolle Sendezeit für derartige Konzeptepisoden opfert. Insbesondere Anson Mount als Captain Pike muss in der Rolle seines Alter Egos Sir Amand Rauth agieren, während der echte Pike den Großteil der Folge in einem Gemälde festsitzt. Auch Ethan Peck ist in dieser Woche in einer anderen Rolle zu sehen. Paul Wesley kehrt als Prince Dashing zurück, der sich als Werwolf entpuppt und das Liebesinteresse von La'Ans Prinzessin Thalia darstellt. Die sich anbahnende Romanze zwischen La'An und Kirk – zwischen einer Nachfahrin von Khan und dem zukünftigen Admiral – wirft weiterhin Fragen auf, die die Serie bislang nicht beantwortet hat.

Die Folge wirft zudem einige offene Handlungsstränge auf. So stellt sich die Frage, ob dies das letzte Mal war, dass Carol Kane als Pelia zu sehen ist. Da die fünfte Staffel nur sechs Episoden umfassen wird, wird allgemein erwartet, dass Martin Quinns Scotty als Chefingenieur übernehmen wird. Zudem bleibt unklar, was mit den Doppelgängern geschieht, ob Queen Neve – Uhuras böses Ebenbild – überlebt hat und was mit Sir Amand Rauth und Wizard Pollux passiert. Auch die Frage, wohin die Elysianer gebracht werden, bleibt offen. Ein kurioses Detail am Rande: Der Hund Runa, der in der Episode zu sehen ist, gehört tatsächlich Christina Chong und trägt den Namen Runa Ewok.

Die Episode knüpft zudem an die Deep-Space-Nine-Folgen «Far Beyond the Stars» und «Shadows and Symbols» an, in denen Benny Russell als Alter Ego von Captain Sisko eingeführt wurde. Bereits in der ersten Staffel von Strange New Worlds wurde enthüllt, dass Benny Russell der Autor des Buches «The Kingdom of Elysian» war. In der aktuellen Folge gibt Pelia vor, Benny zu sein, was die Verbindung zwischen den Serien weiter vertieft. Für Fans der Serie bleibt abzuwarten, wie sich die restlichen Episoden der vierten Staffel entwickeln und ob die offenen Fragen noch beantwortet werden.

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