Papst Leo XIV. wird vom 25. bis 28. September 2026 Frankreich besuchen. Die offizielle Reise führt ihn nach Paris, Lourdes und Metz. Schon jetzt ist die Erwartung in der katholischen Welt groß: In der Hauptstadt werden rund 600.000 Menschen erwartet, am Sonntag in Lourdes weitere 200.000. Die Visite gilt als eines der bedeutendsten religiösen Ereignisse des Jahres in Europa.
Besonders engagiert zeigt sich die salesianische Familie Don Boscos. In zahlreichen Gemeinden, Schulen und Jugendzentren bereiten sich Ordensleute, Mitarbeiter und Jugendliche auf die Begegnung mit dem Papst vor. Die Vorfreude ist groß, und viele Salesianer wollen die Gelegenheit nutzen, um ihre Arbeit mit jungen Menschen sichtbar zu machen. Der Besuch steht unter dem Leitwort «Damit die Welt Leben hat» – ein Satz, der das pastorale Anliegen des Papstes unterstreicht.
Die Reise beginnt in Paris, wo der Papst mit Gläubigen, Vertretern der Zivilgesellschaft und Jugendlichen zusammentreffen wird. Höhepunkt dürfte eine große Messe sein, zu der Hunderttausende erwartet werden. Anschließend reist Leo XIV. nach Lourdes, einem der bekanntesten Wallfahrtsorte Europas. Dort werden am Sonntag rund 200.000 Pilger erwartet. Die Station in Metz bildet den Abschluss der Visite und führt den Papst in eine Region mit lebendiger katholischer Tradition.
Zehn Tage nach dem Besuch berichteten 3.400 Studierende aus der Region Île-de-France von den Nachwirkungen. Bei einer Messe zum Semesterbeginn in Paris sprachen viele von einer «Generation Leo». Der Papst habe sie ermutigt, ihren Glauben offen zu bekennen. «Der Papst hat uns ermutigt, von unserem Glauben Zeugnis zu geben», sagten Teilnehmer. Für viele junge Katholiken war das Wochenende mit dem Papst ein prägendes Erlebnis.
Die Begeisterung beschränkt sich nicht auf die jungen Gläubigen. Auch in den salesianischen Einrichtungen wird die Reise als Chance gesehen, die eigene Mission zu stärken. Don Bosco, der Gründer der Salesianer, setzte sich im 19. Jahrhundert für benachteiligte Jugendliche ein. Seine Spiritualität prägt bis heute die Arbeit der Gemeinschaft. Der Papstbesuch bietet nun eine Bühne, um dieses Erbe einer breiteren Öffentlichkeit nahezubringen.
Für die katholische Kirche in Frankreich kommt der Besuch zu einer Zeit, in der Fragen nach der Rolle des Glaubens in der Gesellschaft neu diskutiert werden. Die hohen Teilnehmerzahlen deuten auf eine ungebrochene Sehnsucht nach spiritueller Orientierung hin. Ob sich daraus dauerhaft eine «Generation Leo» entwickelt, wird sich zeigen. Die Vorbereitungen jedenfalls laufen auf Hochtouren – in Paris, Lourdes und Metz.