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Schüsse in Krakau fordern sechs Todesopfer, Regierungschef spricht von Terrorismus

Ein junger Mann hat in der historischen Altstadt von Krakau wahllos auf Passanten geschossen. Sechs Menschen starben, mindestens 15 wurden verletzt. Ministerpräsident Donald Tusk spricht von einem terroristischen Akt.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

In der historischen Altstadt von Krakau hat ein junger Mann am Samstagnachmittag wahllos auf Passanten geschossen und dabei sechs Menschen getötet. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um vier Frauen und zwei Männer, die auf dem Hauptmarkt ums Leben kamen. Mindestens 15 bis 16 Menschen wurden verletzt, wobei die Zahlen zwischen den Berichten noch voneinander abweichen. Ministerpräsident Donald Tusk bezeichnete die Tat als Terrorismus. Für Sonntag und Montag wurden landesweite Trauertage angeordnet.

Der Tatverdächtige ist nach Berichten 24 Jahre alt und ein Pole. Er soll zunächst mit einem halbautomatischen Langwaffengewehr, das dem Modell AR-15 ähnelt, sowie mit einer Pistole geschossen haben. Im Auto des Mannes fanden die Ermittler weitere Waffen und große Mengen Munition. Auf der Flucht soll er einen anderen Wagen gerammt haben, anschließend schoss er auf Polizisten. Die Beamten erwiderten das Feuer und verletzten ihn. Er wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Zwei Polizisten gehören zu den Verletzten, einer von ihnen soll dreimal getroffen worden sein.

Unter den Verletzten befinden sich nach Angaben der Behörden fünf Menschen, die keine polnische Staatsbürgerschaft besitzen, darunter ein deutscher Staatsangehöriger. Unter den Toten ist nach Berichten auch ein Ausländer, vermutlich ein Brite. Das Innenministerium erklärte, der Verdächtige habe sich für rechtsextreme Ideologie interessiert. Diese Angabe ist bislang nicht überprüft. Auch das Motiv und der persönliche Hintergrund des Mannes sind noch Gegenstand der Ermittlungen.

Die Polizei geht nach derzeitigem Stand von einem Einzeltäter aus und weist Berichte zurück, wonach nach einem Mittäter gesucht werde. Bei dem Verdächtigen wurden zudem Waffen und Munition in erheblichem Umfang sichergestellt, was die Ermittler weiter beschäftigt. In dem Haus des Mannes, rund zwei Stunden von Krakau entfernt, fanden die Einsatzkräfte drei weitere Leichen. Vermutlich handelt es sich um Angehörige des Mannes, eine offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus. Das Verteidigungsministerium stellte klar, dass der Verdächtige weder Soldat noch ehemaliger Soldat gewesen sei.

Die Tat fällt in ein Land, in dem die Sorge vor Gewalt bereits gewachsen ist. Im Oktober hatte es in Polen eine Serie von Messerangriffen gegeben, die Tusk damals scharf verurteilte. Parallel dazu steigt die Zahl der Waffenbesitzkarten: Im vergangenen Jahr wurden über 50.000 neue Genehmigungen erteilt. Die Debatte über den Zugang zu Schusswaffen dürfte nach dem Blutbad in Krakau an Schärfe gewinnen, auch wenn die Ermittlungen zum Tatablauf und zum Motiv noch am Anfang stehen.

Politiker in ganz Europa haben den Menschen in Polen inzwischen ihre Solidarität ausgedrückt, darunter auch die Bundeskanzlerin. Für die Angehörigen der Opfer, für die Verletzten und für die Einsatzkräfte, die den Angreifer gestoppt haben, beginnt nun die Zeit des Trauerns und der Aufarbeitung. Wie viele Menschen am Ende tatsächlich betroffen sind, wird sich erst zeigen, wenn die Behörden alle Angaben abgeglichen haben.

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