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Ukraine baut eigenes Satellitennetz mit Nokia und Iceye auf

Nach den Störungen des US-Systems Starlink hat die Ukraine mit dem finnischen Satellitenunternehmen Iceye und dem Netzwerkausrüster Nokia eine Absichtserklärung für ein eigenes Satellitenkommunikationssystem unterzeichnet. Das Netz soll unabhängig von ausländischen Anbietern funktionieren und auch bei Angriffen auf Bodeninfrastruktur einsatzfähig bleiben.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Ukraine will ihre militärische Kommunikation unabhängiger von ausländischen Satellitensystemen machen. Dazu hat das Verteidigungsministerium in Kiew mit dem finnischen Satellitenunternehmen Iceye und dem Netzwerkausrüster Nokia eine Absichtserklärung über den Aufbau eines eigenen Satellitenkommunikationssystems unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde beim Besuch des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo in Kiew bekannt gegeben, wie die beteiligten Unternehmen mitteilten.

Ziel ist ein sicheres Kommunikationsnetz, über dessen Satelliten, Bodenstationen und Endgeräte die Ukraine selbst die Kontrolle hätte. Damit soll die Verbindung auch dann gewährleistet bleiben, wenn Kommunikationsnetze am Boden durch russische Angriffe ausfallen. Das System soll also nicht nur unabhängig von ausländischen Betreibern sein, sondern auch gegen die Zerstörung terrestrischer Infrastruktur widerstandsfähig gemacht werden.

Hintergrund der Initiative sind massive Probleme mit dem US-System Starlink und dessen Militärversion Starshield. Mitte Oktober waren ohne Vorwarnung Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt worden. Bei Drohnenflügen brach dadurch teilweise die Verbindung ab, ukrainische Einheiten mussten Einsätze abbrechen. Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte, dass die Einschränkungen auch den Einsatz von Abfangdrohnen gegen schnelle russische Angriffsdrohnen behinderten. Wer die Drosselung veranlasste, ist bislang unklar.

US-Präsident Donald Trump verkündete am Freitag, dass das System mittlerweile wieder funktioniere. Ob er mit SpaceX-Gründer Elon Musk über das Thema gesprochen habe, wollte Trump auf Nachfrage von Journalisten nicht sagen. Die Ukraine ist für ihre Kommunikation auf dem Schlachtfeld und den Einsatz von Drohnen auf Starlink angewiesen. Eine Drosselung des Dienstes hatte nach ukrainischen Angaben zuletzt die militärischen Aktivitäten im Kampf gegen Russland eingeschränkt.

Die Einschränkungen beim Starlink-Internetdienst für die Ukraine belasten weiter das Verhältnis zwischen Washington und Kiew. Einem Bericht des «Wall Street Journal» zufolge telefonierte Trump am Mittwoch mit Musk, dessen Firma SpaceX das satellitengestützte Internet anbietet. In dem Gespräch soll Trump Musk gebeten haben, die Einschränkungen des Dienstes für die Ukraine aufzuheben. Kiew beklagt seit einer Woche, dass die Verbindung zu den Starlink-Satelliten bei einer Geschwindigkeit von mehr als 160 Stundenkilometern abreißt und damit den Einsatz von Kampfdrohnen an der Front erschwert.

Zunächst schoben sich die US-Regierung und Musk gegenseitig die Schuld an den Starlink-Ausfällen zu. Übereinstimmenden US-Berichten zufolge soll Musk die Geschwindigkeitsdrosselung selbst veranlasst haben. Zu den Berichten geäußert haben sich weder Musk noch SpaceX. Unklar ist auch, ob das Telefonat zwischen Trump und Musk am Mittwoch zur Aufhebung der Drosselung geführt hat. Die britische Zeitung «The Economist» berichtete am Donnerstag unter Berufung auf Quellen in der ukrainischen Armee, dass sich die Funktionen von Starlink normalisiert hätten. Selenskyj dagegen beklagte am Abend, dass die Geschwindigkeit noch nicht wiederhergestellt worden sei. Er hoffe auf Gespräche mit dem US-Außenminister in den kommenden Tagen.

Unterdessen zeichnet sich in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges Bewegung ab. Nach einem Gespräch mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs zeigte sich Kremlchef Wladimir Putin verhandlungsbereit. «Wir haben vereinbart, dass wir bereit sind, unsere dreiseitigen Kontakte wieder aufzunehmen», sagte Putin dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, mit Blick auf frühere Gespräche mit US- und ukrainischen Vertretern. Neue Vorschläge zu einer Friedenslösung machte er jedoch nicht.

Selenskyj hatte am Mittwoch erneut betont, dass er ein Einfrieren der Front unterstützen würde. Witkoff hatte sich nach Gesprächen mit Selenskyj und Europäern einen Tag später mit Putin in Sankt Petersburg getroffen. Nach dem Treffen stellte Putins Berater Juri Uschakow neue Verhandlungen mit Moskau, Kiew und Washington für Mitte November in Aussicht. Die jüngsten Angriffe zeigen indes, wie unvermindert der Krieg weitergeht: Bei einem russischen Angriff auf ein Privathaus in Saporischschja kamen ein 37 Jahre alter Mann und zwei Frauen im Alter von 38 und 69 Jahren ums Leben. In der Region Schytomyr wurden durch einen Drohneneinschlag in ein Wohnhaus neun Menschen verletzt, darunter zwei Minderjährige.

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