Papst Leo XIV. ist am Freitag in Montevideo gelandet und hat damit seine elftägige Reise durch Südamerika begonnen. Am Flughafen wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche vom uruguayischen Präsidenten Yamandú Orsi begrüßt. Am Abend ist im Dom von Montevideo ein Abendgebet mit Geistlichen vorgesehen. Der Besuch in Uruguay ist der erste eines Papstes seit fast 40 Jahren.
Die Reise führt den Papst durch drei Länder. Auf Uruguay folgt Argentinien, wo der Aufenthalt am Sonntag beginnt. Auch dort ist es der erste Papstbesuch seit beinahe 40 Jahren. Peru steht von Mittwochabend bis Montag auf dem Programm. Für das Land hat die Reise eine besondere Bedeutung: Leo XIV. hat dort rund zwei Jahrzehnte als Missionar und Bischof gewirkt und gilt Peru damit als frühere Wirkungsstätte.
Der 71-jährige Papst hatte vor etwa dreieinhalb Wochen einen Lungentumor entfernt bekommen. Nach Angaben aus anderen Berichten gilt er inzwischen als krebsfrei. Leo XIV. selbst sagte, er fühle sich in «ziemlich guter» Verfassung. Der Vatikan plant für die Reise keine zusätzlichen medizinischen Vorsichtsmaßnahmen, obwohl die Reise mit zwölf Flügen und zwei Hubschrauberfahrten sowie mehr als 50 Terminen sehr dicht getaktet ist.
Zum Programm gehören Open-Air-Messen, bei denen große Menschenmengen erwartet werden, sowie Begegnungen mit indigenen Völkern aus dem Amazonasgebiet. Geplant sind außerdem Treffen mit alten und armen Menschen sowie mit Opfern von Missbrauch. Diese Begegnungen setzen Schwerpunkte, die sich durch die gesamte Reise ziehen und das Engagement der Kirche für Schwache und Betroffene sichtbar machen sollen.
Besonders in Argentinien hat der Besuch eine persönliche Note. Sein Vorgänger Franziskus, der 2025 gestorben ist, hatte während seines Pontifikats trotz seiner argentinischen Herkunft auf eine Reise in sein Heimatland verzichtet. Der aktuelle Besuch ist deshalb ein weiterer Schritt in der Beziehung des Papstes zu seiner südamerikanischen Heimatregion und wird in der Region mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt.