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Survivor bleibt in Fiji: Fans fordern neue Drehorte nach 19 Staffeln

Seit 19 Staffeln dreht Survivor ausschließlich in den Mamanuca-Inseln in Fiji. Während Produzent Jeff Probst die neue Open Era ausruft, wächst bei Fans die Sehnsucht nach Abwechslung und neuen Schauplätzen.

Die US-amerikanische Reality-Show Survivor startet mit Staffel 51 in eine neue Ära. Moderator und Executive Producer Jeff Probst nennt sie die Open Era, in der beinahe alles aus der Vergangenheit der Sendung zurückkehren könnte. Doch während über Rückkehrer und alte Spielmechaniken spekuliert wird, bleibt ein zentraler Aspekt unverändert: der Drehort. Zum 19. Mal in Folge wird Survivor in Fiji gedreht, genauer gesagt auf den Mamanuca-Inseln. Seit Survivor: Millennials vs. Gen X im Jahr 2016 ist die Inselgruppe das permanente Zuhause der Produktion.

Für viele langjährige Zuschauer ist das ein Problem. Survivor war einst dafür bekannt, seine Kandidaten und das Publikum jede Staffel an einen anderen Ort der Welt zu bringen. Australien, Afrika, der Amazonas, die Pearl Islands, China, Guatemala und Kambodscha riefen völlig unterschiedliche Bilder hervor. Der Drehort gab jeder Staffel eine eigene Persönlichkeit. In Survivor: Guatemala begann die Show mit einem elftägigen Marsch durch den Dschungel zu antiken Maya-Ruinen, später kämpften die Teilnehmer mit extremer Hitze und der Gefahr von Krokodilen im Wasser. Survivor: China startete mit einer Reise von Shanghai zum Mi Tuo Tempel für eine buddhistische Zeremonie, und eine Belohnung war der Besuch der Chinesischen Mauer. Die Umgebung war Teil des Erlebnisses, nicht nur Kulisse.

Besonders in Erinnerung geblieben sind Momente, in denen die Survivors mit Einheimischen in Kontakt kamen. In Survivor: Africa gewann Lex eine Belohnung, die den Transport von Hilfsgütern zu einem lokalen AIDS-Krankenhaus beinhaltete. In Survivor: Worlds Apart, gedreht in San Juan del Sur in Nicaragua, konnten Kandidaten Vorräte an ein lokales Waisenhaus liefern. Solche Szenen bewegten die Teilnehmer und das Publikum oft zu Tränen. Für einen kurzen Moment ging es nicht um Idole, Allianzen oder die nächste Abstimmung, sondern um etwas Größeres als das Spiel. Auch in Kambodscha ermöglichten Belohnungen den Spielern, das Land jenseits des Strandes zu erleben.

Die Enthüllung des nächsten Drehorts war früher ein fester Bestandteil der Show. Sie wurde am Ende einer Staffel als Teaser präsentiert und gab den Zuschauern einen ersten Hinweis auf das kommende Abenteuer, bevor überhaupt jemand einen Buff in die Hand nahm. Diese Tradition ist verschwunden. Zwar lässt sich spekulieren, was die Open Era zurückbringt, welche Kandidaten erneut antreten und welche Überraschungen CBS vorbereitet hat, doch niemand fragt sich mehr, wohin Survivor als Nächstes reist. Die Antwort lautet seit Jahren Fiji.

Fiji ist für die Produktion längst so etwas wie ein Arbeitsplatz geworden. Das Team kennt die Gegend und den Ablauf. Für die Zuschauer bedeutet das jedoch Routine. Das Gefühl der Entdeckung ist verloren gegangen. Der Autor des ursprünglichen Beitrags betont, dass ihn dieser Verlust mehr stört als gedacht. Verschiedene Orte, Menschen und Kulturen hätten dem Spiel etwas hinzugefügt, das ein einziger Schauplatz nicht leisten könne.

Dass Survivor in Fiji bleibt, hat nachvollziehbare Gründe. Jeff Probst hat einen Ortswechsel als praktisch unmöglich beschrieben: Man müsse im Grunde eine Stadt aufbauen, sie wieder abreißen, alles über den Ozean verschiffen und von vorn beginnen. Für eine Produktion dieser Größe ist das ein enormer Aufwand. Hinzu kommt finanzieller Druck. Fiji bietet qualifizierten Fernsehproduktionen derzeit einen Rabatt von 20 Prozent auf förderfähige Ausgaben im Land. Ob Survivor diese Vergünstigung tatsächlich erhält, ist nicht bekannt, doch die Möglichkeit macht die Finanzierung zu einem gewichtigen Argument für den Verbleib. Wer würde nicht sparen wollen, wenn es hilft, die Show am Leben zu halten?

Der Wunsch nach Abwechslung bedeutet nicht, dass die gesamte Produktion nach jeder Staffel umziehen soll. Der Aufwand ist bekannt. Dennoch sind 19 Staffeln am selben Ort eine lange Zeit. Bei zwei Staffeln pro Jahr könnte die Show beispielsweise zwischen Fiji und einem anderen Land wechseln. Fiji war gut zu Survivor, doch viele Fans sind bereit für einen Tapetenwechsel. Die Open Era bietet die Gelegenheit, nicht nur alte Spielideen zurückzubringen, sondern auch die Welt wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.