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Hamburger Schüler kündigen Protest gegen geplante Bildungskürzungen an

Schülerinnen und Schüler in Hamburg mobilisieren am 7. Dezember gegen die Sparpläne des rot-grünen Senats im Bildungsbereich. Die Schüler:innenkammer kündigt Aktionen bis hin zu Streiks und Demonstrationen an.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Hamburger Schülerinnen und Schüler wollen am 7. Dezember unter dem Motto „Lauter Tag“ gegen die geplanten Kürzungen im Bildungsbereich protestieren. Die Aktion richtet sich gegen Sparpläne des rot-grünen Senats, die nach Darstellung der Schüler:innenkammer Hamburg (SKH) tiefe Einschnitte an den Schulen bedeuten würden. Bereits am Freitagmorgen blockierten Schülerinnen und Schüler Schuleingänge in Altona und Eimsbüttel, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Organisiert wird der Protest von der SKH, die Streiks und Demonstrationen nicht ausschließt. Für kommenden Dienstag ist in Eimsbüttel zudem eine Kundgebung unter dem Titel „Licht an für Bildung“ geplant. Nach Angaben der Kammer handelt es sich bei den Kürzungen nicht nur um ein schulpolitisches Thema, sondern um eine gesellschaftliche Frage mit wirtschaftlichen Folgen. Welche Form der Protest am 7. Dezember konkret annimmt, sei derzeit noch offen.

Im Mittelpunkt der Kritik stehen die Pläne für den Doppelhaushalt 2027/28. Dieser sieht nach den vorliegenden Angaben vor, an den Ganztagsschulen bis zu 220 Lehrerstellen zu streichen. Dadurch sollen jährlich dauerhaft 16,5 Millionen Euro eingespart werden. Die Schüler bezeichnen diese Maßnahmen als schmerzhaft und sehen darin eine Verschlechterung der Lernbedingungen.

Auch die Arbeitsbedingungen des Lehrpersonals sollen sich nach den Plänen verändern. Die Wochenarbeitszeit der Lehrkräfte soll von 40 auf 41 Stunden steigen. Zudem ist vorgesehen, die Vertretungsreserve von 104 auf 103 Prozent zu senken, was bedeutet, dass weniger Mittel für den Ausfall von Lehrkräften bereitstehen würden. Diese Maßnahmen betreffen unmittelbar den Unterrichtsalltag an den Schulen.

Darüber hinaus sollen ab dem Schuljahr 2027/28 die Klassenfrequenzen an Gymnasien in den Jahrgängen 7 bis 10 steigen. Auch die Kurse in der Oberstufe sollen von derzeit 22 auf 24 Schülerinnen und Schüler anwachsen. Aus Sicht der Schülervertretung verschlechtert eine größere Klassenstärke die individuelle Förderung und erschwert eine intensive Betreuung der Lernenden.

Unterstützung erhalten die Schülerinnen und Schüler von der Elternkammer und der Lehrerkammer. Die Schulsenatorin Ksenija Bekeris (SPD) hat nach Angaben der Beteiligten bereits das Gespräch mit Schülern gesucht. Bürgermeister Peter Tschentscher und Finanzsenator Andreas Dressel sollen hingegen Gespräche abgelehnt haben. Auf Anfragen an die Schulbehörde-nahe Fegebank sowie an die Bürgerschaftspräsidentin Veit gab es keine Rückmeldung.

Als weitere Aktionsform plant die Schülerschaft eine Kampagne unter dem Namen „Postkarten-Flut“. Dabei sollen Schülerinnen und Schüler Zeichnungen über ihre Erfahrungen mit den Kürzungen an Politiker schicken. Zudem sollen Lernende den Unterricht verlassen, um auf den Schulhöfen zu demonstrieren. Ob sich daraus am 7. Dezember auch Streiks oder größere Demonstrationen entwickeln, ist bislang nicht entschieden.