Borussia Dortmund hat in der Champions League eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Beim norwegischen Außenseiter FK Bodø/Glimt, nördlich des Polarkreises gelegen, unterlag der BVB verdient und zeigte über weite Strecken eine enttäuschende Leistung. Erst in der Schlussphase wachte die Mannschaft auf und erhöhte den Druck, doch die Aufholjagd kam zu spät.
Trainer Niko Kovač hatte sein Team im Vergleich zum Auftaktsieg gegen Villarreal auf mehreren Positionen verändert. Unter anderem setzte er Topstürmer Serhou Guirassy zunächst auf die Bank. Diese Rotationen gingen nicht auf: Dortmund wirkte lange Zeit bieder und ideenlos, während Bodø/Glimt die Räume geschickt nutzte und den Favoriten vor Probleme stellte. Die Gastgeber gingen verdient in Führung und verteidigten ihren Vorsprung mit großem Einsatz.
Erst als Kovač in der zweiten Halbzeit gleich vier Spieler einwechselte, wurde der BVB offensiv gefährlicher. Die Mannschaft erspielte sich nun Chancen und drängte auf den Ausgleich, doch die norwegische Defensive hielt stand. Am Ende blieb es bei der Niederlage, die den Dortmundern im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale einen Rückschlag versetzt. Bereits am ersten Spieltag hatten die Bayern in Stavanger gepatzt, nun erwischte es auch den BVB im hohen Norden.
Die Partie bei Bodø/Glimt war für Dortmund eine Reise ins Ungewisse. Der Klub aus dem Norden Norwegens ist für seine Heimstärke bekannt, und die Bedingungen mit eisigem Wind machten die Aufgabe nicht leichter. Der BVB konnte zu keinem Zeitpunkt an die Leistung aus dem Auftaktspiel anknüpfen und musste sich am Ende verdient geschlagen geben. Die Enttäuschung bei Spielern und Verantwortlichen war entsprechend groß.
Für Kovač und seine Mannschaft bedeutet die Niederlage einen Dämpfer im Rennen um die K.o.-Runde. Die kommenden Aufgaben in der Gruppenphase werden nun umso wichtiger. Der BVB muss seine Leistung schnell analysieren und im nächsten Spiel eine Reaktion zeigen, um die Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Die Konkurrenz in der Gruppe ist stark, und Auswärtsniederlagen bei vermeintlichen Außenseitern können am Ende teuer bezahlt werden.
Bodø/Glimt feierte unterdessen einen prestigeträchtigen Erfolg gegen einen europäischen Spitzenklub. Die Norweger bewiesen einmal mehr, dass sie auf heimischem Boden ernst zu nehmen sind. Für Dortmund gilt es, aus der Niederlage die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Fehler abzustellen. Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits in wenigen Wochen.