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Selenskyj drängt nach US-Russland-Treffen auf rasche Verhandlungen

Nach dem Treffen der USA mit Russland fordert der ukrainische Präsident zügige trilaterale Gespräche. Auch Washington habe einen baldigen Termin vorgeschlagen, so Selenskyj.

Krieg in der Ukraine: Selenskyj dringt auf zeitnahe Gespräche mit USA und Russland
Selenskyj drängt nach US-Russland-Treffen auf rasche Verhandlungen
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt nach dem jüngsten Treffen der USA mit Russland auf schnelle Verhandlungen im Dreierformat. Wie er mitteilte, habe auch die US-Regierung einen baldigen Termin für Gespräche vorgeschlagen. Ziel sei es, den Krieg in der Ukraine zeitnah auf diplomatischem Weg zu bearbeiten.

Selenskyj zufolge sollen an den Gesprächen die Ukraine, die Vereinigten Staaten und Russland beteiligt sein. Er sprach sich dafür aus, die Verhandlungen nicht auf die lange Bank zu schieben. Die jüngsten Kontakte zwischen Washington und Moskau hatten in Kiew die Erwartung geweckt, dass sich eine neue Gesprächsrunde abzeichnet. Konkrete Termine oder ein genauer Ort für ein solches Treffen wurden zunächst nicht genannt.

Der ukrainische Präsident hatte zuletzt mehrfach betont, dass eine Waffenruhe für ihn Vorrang hat. Nach seinen Worten müsse der Krieg «im Moment» eingefroren werden, um eine Grundlage für weitere Gespräche zu schaffen. Eine dauerhafte Friedenslösung sei unter den derzeitigen Bedingungen nicht kurzfristig erreichbar, wohl aber eine Unterbrechung der Kämpfe. Diese Haltung hatte er bereits vor dem Treffen der USA mit Russland vertreten.

Auch von russischer Seite gab es Signale der Gesprächsbereitschaft. Russland erklärte sich bereit, neue Gespräche mit den USA und der Ukraine zu führen. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff äußerte sich bei seinem Besuch in Moskau zudem positiv über den russischen Präsidenten Wladimir Putin und nannte ihn einen «Menschenfreund». Solche Äußerungen aus dem Umfeld der US-Regierung werden in Kiew und in europäischen Hauptstädten aufmerksam verfolgt, weil sie die Verhandlungsposition Washingtons gegenüber Moskau berühren könnten.

Die jüngste Entwicklung fällt in eine Phase, in der die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des Krieges wieder an Fahrt aufgenommen haben. Nach Monaten militärischer Auseinandersetzungen und internationaler Vermittlungsversuche rücken nun Gespräche zwischen den beteiligten Staaten in den Vordergrund. Für die Ukraine steht dabei viel auf dem Spiel: Kiew will verhindern, dass über seinen Kopf hinweg Entscheidungen getroffen werden, und pocht deshalb auf eine direkte Beteiligung an allen Gesprächen.

Ob und wann es tatsächlich zu einem trilateralen Treffen kommt, ist offen. Die beteiligten Regierungen haben bislang keine Einzelheiten zu Ablauf, Ort oder Tagesordnung bekannt gegeben. Beobachter verweisen darauf, dass die Positionen der Ukraine und Russlands weiterhin weit auseinanderliegen. Eine Waffenruhe, wie sie Selenskyj anstrebt, wäre ein erster Schritt, ersetzt aber noch keine politische Lösung des Konflikts.

Für die europäischen Nachbarn, darunter die Schweiz und Deutschland, bleibt die Frage zentral, wie sich die Gespräche auf die Sicherheitslage in der Region auswirken. Die Schweiz hat in der Vergangenheit mehrfach ihre Bereitschaft signalisiert, als Gastgeber für diplomatische Treffen zur Verfügung zu stehen. Deutschland zählt zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine in Europa. Beide Länder verfolgen die Entwicklung der Verhandlungen mit besonderer Aufmerksamkeit, weil Entscheidungen über eine Waffenruhe und mögliche Sicherheitsgarantien auch die Stabilität in Mitteleuropa berühren.

Selenskyj hatte in den vergangenen Wochen wiederholt auf die Dringlichkeit einer Waffenruhe hingewiesen. Eine Unterbrechung der Kämpfe würde nach seinen Worten nicht nur die humanitäre Lage verbessern, sondern auch die Voraussetzungen für weitere Verhandlungen schaffen. Ob die USA und Russland diese Position teilen, ist bislang nicht geklärt. Die kommenden Tage dürften zeigen, ob aus den Ankündigungen konkrete Gespräche werden.

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