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Ukraine setzt erstmals selbst entwickelte Rakete FP-7 im Kampf ein

Präsident Selenskyj meldet den ersten Kampfeinsatz der neuen ballistischen Rakete FP-7. Die Ukraine hofft auf eigene Produktion, während russische Drohnen weiter Kiew angreifen und Schäden an Brücken, einer Schule und einer Atomforschungsanlage verursachen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals ihre neu entwickelte ballistische Rakete vom Typ FP-7 im Kampf eingesetzt. «Ukrainische taktische ballistische Rakete FP-7. Erster Kampfeinsatz», schrieb Selenskyj am Abend auf Telegram. «Danke für das Ergebnis. Als Nächstes: die Produktion.» Wo oder gegen welches Ziel die Rakete abgefeuert wurde, teilte er nicht mit.

Militäranalysten zufolge hat die FP-7 eine Reichweite von etwa 200 Kilometern. Der Hersteller Fire Point entwickelt die Rakete auch als Abfangrakete für das europäische Raketenabwehrprogramm Freyja. Die Entwicklung gilt damit als weit fortgeschritten. Russland setzt bei Angriffen auf ukrainische Ziele häufig ballistische Raketen ein. Der erste Kampfeinsatz der FP-7 könnte die Fähigkeiten der Ukraine zur Verteidigung und zum Gegenschlag stärken, auch wenn unklar bleibt, wie viele Exemplare bereits einsatzbereit sind.

Parallel zu dieser Meldung gehen die russischen Luftangriffe auf Kiew und andere Städte weiter. Nach Angaben der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde traf eine russische Drohne am Mittwoch das Gelände einer Atomforschungsanlage in Kiew und löste einen Brand aus. Verletzte gab es nicht, der Brand wurde gelöscht. Der kleine Reaktor, der seit 2022 außer Betrieb ist, sei nicht beschädigt worden, und es sei keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden. Die Behörde machte keine Angaben zum Einschlagort und veröffentlichte kein Bildmaterial. Der Forschungsreaktor hat eine Leistungskapazität von rund zehn Megawatt, etwa ein Hundertstel eines konventionellen Atomreaktors. Weder Moskau noch die Internationale Atomenergiebehörde äußerten sich zunächst zu dem Vorfall.

Mehrere Atomstandorte in der Ukraine sind seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 unter Beschuss geraten, was die Angst vor einem Atomunfall verstärkt hat. In der Ukraine gibt es vier Atomkraftwerke, darunter das größte Europas in Saporischschja, das 2022 von russischen Truppen besetzt wurde.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, zwei russische Drohnen hätten eine wichtige Brücke in der Hauptstadt getroffen. Die Drohnen hätten den Stützbereich der Südbrücke getroffen, so Klitschko auf Telegram. Der U-Bahn-Verkehr und der öffentliche Nahverkehr über die Brücke seien eingestellt worden, Ingenieure untersuchten den Zustand. Die Südbrücke verbindet den Westen und den Osten Kiews. Auf Telegram veröffentlichte Aufnahmen zeigen eine Explosion nahe einem Pfeiler der Schrägseilbrücke, über die sowohl Straßenverkehr als auch Züge der Kiewer U-Bahn fahren. Eine dicke schwarze Rauchwolke stieg von der Brücke auf.

Russland hat seine Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew in den vergangenen Monaten verstärkt und setzt zunehmend neuartige Drohnen ein, die schneller fliegen und schwieriger abzufangen sind. Ein Berater Selenskyjs erklärte am Mittwoch, Russland habe begonnen, eine Drohne mit Jetantrieb einzusetzen, um Strommasten und Stahlbrückenkonstruktionen zu beschädigen. Russland erklärte seinerseits, es habe die Energieinfrastruktur der Ukraine ins Visier genommen.

Bei einem weiteren Drohnenangriff am Donnerstag wurde eine Schule in Kiew getroffen. Der dritte Stock des Gebäudes brannte nach Angaben der Kiewer Stadtverwaltung komplett aus. Die Schüler hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs in einem Schutzraum befunden. Seit Wochen intensiviert die russische Armee die Luftangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte. Allein im September attackierte sie die Ukraine nach westlichen Angaben mit rund 2.000 Jet-Drohnen, verglichen mit 350 im Juni.

Die Ukraine dringt seit Wochen auf die Lieferung neuer Luftabwehrraketen vom Typ Patriot. Nach einem Bericht des «Wall Street Journal» ist zudem die Hälfte der ukrainischen F-16-Flotte außer Gefecht, unter anderem wegen verzögerter Wartungsarbeiten eines belgischen Dienstleisters. Unterdessen bereitet die Ukraine die vierte Phase der «Operation Vivaldi» vor, ihrer Gegenoffensive im Gebiet um Lyman in der Region Donezk. Nach ukrainischer Darstellung hat die Operation das russische Kriegsziel, den gesamten Donbass zu erobern, bislang erheblich gestört. Präsident Selenskyj teilte am Mittwoch auf Telegram mit, der Plan sei mit Militärangehörigen auf dem Gefechtsstand des 3. Armeekorps besprochen worden, das die Operation anführt. Den ukrainischen Angaben zufolge erlitt Russland in den ersten drei Phasen mehr als 5.000 Verluste, weitere 250 russische Soldaten gerieten in Gefangenschaft. Die Zahlen lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.