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Pistorius in den USA: Deutschland kauft 35 F-35-Kampfjets

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat in Washington mit US-Amtskollege Pete Hegseth eine engere Rüstungskooperation vereinbart. In Texas nimmt er den ersten von 35 bestellten F-35A-Kampfjets ab. Der Deal sichert Deutschlands Beitrag zur nuklearen Teilhabe der Nato, wirft aber auch Fragen zum europäischen Verhältnis auf.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius hat bei seinem Besuch in den Vereinigten Staaten die militärische Zusammenarbeit mit der US-Regierung ausgeweitet. Im Pentagon traf er am Dienstag US-Kriegsminister Pete Hegseth zu einem Gespräch, das beide Seiten als ausgesprochen freundlich beschrieben. Höhepunkt der Reise ist an diesem Freitag die offizielle Übergabe des ersten von insgesamt 35 bestellten F-35A-Kampfjets der deutschen Luftwaffe im texanischen Fort Worth.

Die ersten sechs Maschinen sollen bis Ende 2026 an die Bundeswehr ausgeliefert werden, die restlichen bis 2029. Die Tarnkappenjets ersetzen die alternden Tornado-Flugzeuge und sollen Deutschlands Beitrag zur nuklearen Teilhabe der Nato langfristig sichern. Der Auftrag stammt noch aus der Zeit der Biden-Regierung, doch die aktuelle US-Administration treibt die Umsetzung voran.

Neben dem Milliardengeschäft unterzeichneten Pistorius und Hegseth eine zusätzliche Absichtserklärung zur Rüstungszusammenarbeit. Sie sieht die gemeinsame Entwicklung, Produktion und Lizenzfertigung von Waffen und Munition vor. Ausgebaut werden sollen auch Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten. Deutschland hat vor allem Interesse an der Produktion von Luftverteidigungssystemen und Lenkflugkörpern. Bei den Raketen für die Patriot-Flugabwehrbatterie arbeiten amerikanische und deutsche Hersteller bereits eng zusammen: Der Lenkflugkörper GEM-T wird von einem deutsch-amerikanischen Joint Venture gefertigt, an dem die Rüstungsfirma MBDA Deutschland im bayerischen Schrobenhausen beteiligt ist.

Hegseth lobte Deutschland als europäischen Musterschüler und sprach von großen Fortschritten, die vor der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wohl niemand für möglich gehalten hätte. Die Presseabteilung des Pentagons veröffentlichte sogar ein eigenes Video von dem Treffen. Der Tenor: Die USA und Deutschland vertiefen ihre militärisch-industrielle Partnerschaft. Pistorius sagte nach dem Gespräch, er habe sich mit Hegseth sehr, sehr gut ausgetauscht. Auch bei der Einschätzung der Bedrohung durch Russland hätten beide die gleiche Perspektive.

Doch die Harmonie ist nicht selbstverständlich. Hegseth hatte die Europäer in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert. Im Juni anlässlich des D-Day-Gedenkens sprach er von einer Invasion durch Migranten und warf den Europäern hohle globalistische Rhetorik über eine regelbasierte internationale Ordnung vor. Im Streit um höhere Rüstungsausgaben für die Nato drohte er den Verbündeten mit dem Abzug von US-Truppen. Europäische Beratungen über einen Marineeinsatz zur Absicherung der Straße von Hormus bezeichnete er im Frühjahr als dumm. Ein für das Frühjahr geplantes Treffen mit Pistorius musste ausfallen, weil Hegseth keine Zeit hatte und stattdessen zum Shangri-La-Dialog nach Singapur reiste.

Auch nach dem Nato-Verteidigungsministertreffen im Juli in Brüssel zeigte sich Pistorius irritiert, als Hegseth den europäischen Partnern eine öffentliche Standpauke hielt. Pistorius nannte das Vorgehen in einem Interview nicht sonderlich glücklich und fügte hinzu, Hegseth verstehe seine Rolle so, dass er Europa ermahnen müsste. Das Verhältnis zu den USA sei trotz der harschen Töne aber wahrlich keine Ehekrise.

Hinter dem Milliardenauftrag steht eine neue Arbeitsteilung im Nato-Bündnis. Europa soll militärisch deutlich mehr leisten und nach dem Willen der USA verstärkt in amerikanische Waffensysteme investieren. Deutschland geht dabei voran. Die Großanschaffung wirft jedoch die Frage auf, was sie für das angeknackste deutsch-amerikanische Verhältnis und die transatlantische Sicherheitsordnung bedeutet. Kritiker sehen zudem die Gefahr, dass der Deal zulasten europäischer Partner geht, wenn deutsche Mittel in US-Systeme fließen statt in gemeinsame europäische Rüstungsprojekte.

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