Eine neue Vorschau zu Final Fantasy 7 Revelation gibt erste Einblicke in die linearen, storyintensiven Passagen des Spiels. Während frühere Preview-Events den Fokus auf die offene Welt und das Fliegen mit der Highwind legten, stand bei einer aktuellen Anspielsession auf der New York Comic Con ein geradliniger Abschnitt aus dem ersten Kapitel im Mittelpunkt. Die Demo beginnt, als die Gruppe den North Crater erreicht und sich auf einen linearen Pfad ins Zentrum des gigantischen Kraters begibt.
Die Vorschau beschreibt diesen Abschnitt als einen Einstieg, der sich eher wie ein spätspielerisches Dungeon anfühlt. Die Party-Mitglieder waren bereits vollständig mit Materia und Ausrüstung ausgestattet, was den Eindruck verstärkte, dass es sich um einen fortgeschrittenen Spielzustand handelt. Dennoch betont der Autor, dass es sich um eine frühe Demo handelt und sich die Balance bis zum Release im April 2026 noch ändern kann. Die Grafik wird als beeindruckend beschrieben, insbesondere die eisigen und kristallinen Umgebungen des Kraters, die auch ohne den Grafik-Optimierungsmodus überzeugen konnten.
Ein zentrales neues Feature ist das überarbeitete Materia-Level-System. Statt Materia ausschließlich durch AP zu verbessern, die man durch das Besiegen von Gegnern sammelt, gibt es nun Materia-Fragmente. Diese können verbraucht werden, um jeweils einen AP-Anteil zur Materia hinzuzufügen. In der Demo startete der Spieler mit 200 Fragmenten, die er in eine Feuer-Materia investierte und damit etwa ein Drittel eines Levels erreichte. Wie genau diese Fragmente im fertigen Spiel gesammelt werden, wurde in der Demo nicht erklärt. Der Autor merkt an, dass er im vollständigen Spiel vorsichtiger mit der Verwendung sein würde, da die Seltenheit der Fragmente unklar bleibt.
Der Item Transmuter aus Final Fantasy 7 Rebirth kehrt ebenfalls zurück, allerdings mit einer wichtigen Verbesserung: Die Auto-Loot-Funktion, die in Rebirth erst nach Abschluss der Kampagne freigeschaltet wurde, ist in Revelation standardmäßig aktiviert. Dadurch können Crafting-Materialien automatisch eingesammelt werden, ohne die Dreieck-Taste ständig drücken zu müssen. Der Autor bezeichnet dies als deutliche Verbesserung.
Im Kampf standen Cloud, Cid und Vincent zur Verfügung. Besonders Cid hob sich durch einen rhythmischen Kampfstil hervor: Nach ein oder zwei Standardangriffen wartet man, bis er von einem blauen Nebel umgeben ist, und greift dann erneut an, um einen stärkeren Angriff auszulösen. Diese stärkeren Attacken zeigten sich als sehr wirkungsvoll und konnten Standardgegner fast sofort ins Wanken bringen. Die Schwierigkeit der Demo wird insgesamt als eher gering beschrieben, was jedoch auch dem ersten Kapitel geschuldet sein könnte. Größere Gegner, die mit kleinen Zwischensequenzen eingeführt wurden, konnten mit wenigen ATB-Fähigkeiten besiegt werden.
Das neue FITS-System, das verschiedene Jobs vergibt, war in der Demo nur eingeschränkt testbar. Cloud war als Summoner eingeteilt und konnte für einen ATB-Segment Ifrit, Shiva oder Titan beschwören, um Angriffe zu verstärken. Besonders die Synergy-Attacken der Beschwörungen wurden hervorgehoben, da sie nur den ATB-Aufbau eines Charakters erfordern. Allerdings starben die meisten Gegner, bevor diese Fähigkeiten zum Einsatz kamen.
Im weiteren Verlauf des Kraters trifft die Gruppe auf zahlreiche Sephiroth-Klone, bis Cloud eine seiner typischen Visionen von Sephiroth hat. Die genauen Taunts werden nicht verraten, aber wer das Original auf der PS1 gespielt hat, kann sich vorstellen, was Sephiroth sagt. Schließlich beginnen Kreaturen, sich mit den Sephiroth-Klonen zu verschmelzen, was auf einen bevorstehenden Bosskampf hindeutet. Die Vorschau endet mit dem Hinweis, dass der Autor an dieser Stelle auf einen mächtigen Gegner traf.
Final Fantasy 7 Revelation erscheint im April 2026 und bildet den abschließenden Teil der Remake-Trilogie. Die Vorfreude ist groß, da das erste Kapitel bereits vor sechs Jahren veröffentlicht wurde. Die neue Vorschau deutet darauf hin, dass das Spiel sowohl grafisch als auch spielerisch an die Vorgänger anknüpft und mit neuen Systemen wie den Materia-Fragmenten und dem überarbeiteten Item Transmuter frische Akzente setzt.