Die DCU-Serie «Lanterns» entwickelt sich kurz vor ihrem Staffelfinale zu einem der größten Streaming-Erfolge des Jahres. Wie das Medienforschungsunternehmen Nielsen ermittelt hat, erreichte die siebte Folge in den ersten drei Tagen nach Veröffentlichung sieben Millionen Zuschauer in den Vereinigten Staaten. Diese Zahl setzt sich aus den linearen Zuschauern auf den HBO-Kanälen und den Streams auf HBO Max zusammen.
Im US-Durchschnitt kommt «Lanterns» laut den vorliegenden Statistiken auf mehr als zwölf Millionen Zuschauer pro Episode. Rechnet man die globale Zuschauerschaft hinzu, steigt dieser Wert auf rund 19 Millionen pro Folge. Damit positioniert sich die Serie in der obersten Liga der HBO-Produktionen und konkurriert mit Formaten wie «Euphoria» und dem preisgekrönten Medizindrama «The Pitt».
Die Zahlen dürften weiter steigen. Erst in der vergangenen Woche sollen 1,5 Millionen neue Zuschauer die erste Folge von «Lanterns» gesehen haben. Für das neu aufgelegte DCU sind das ermutigende Signale, auch wenn der Erfolg nicht völlig überraschend kommt: Die Serie wurde von Publikum und Kritik gleichermaßen positiv aufgenommen.
Allerdings sorgt «Lanterns» unter eingefleischten Fans der Vorlage für reichlich Diskussionsstoff. Grund dafür ist das Schicksal einer zentralen Figur, das viele Anhänger beschäftigt. Im Netz kursieren jedoch überzeugende Theorien, nach denen diese Figur möglicherweise doch noch zurückkehren könnte.
Mit den aktuellen Werten reiht sich «Lanterns» in eine Reihe äußerst erfolgreicher HBO-Titel ein. Die vorherige DC-Serie des Streamers, «The Penguin», kam 2024 auf durchschnittlich 27 Millionen Zuschauer pro Episode. «Euphoria» erreichte zum Ende seiner dritten und letzten Staffel im Schnitt 25 Millionen pro Folge. Das mehrfach ausgezeichnete «The Pitt» lag in der zweiten Staffel bei 15,4 Millionen Zuschauern, wobei das Finale allein 9,7 Millionen erreichte.
Das Staffelfinale von «Lanterns» läuft an diesem Sonntag, dem 4. Oktober, auf HBO Max. Die jüngste Episode hat nicht nur zahlreiche Fan-Theorien befeuert, sondern auch für reichlich Memes gesorgt – vor allem rund um Mogo und John Stewart. IGN-Redakteur Jesse Schedeen bewertete die aktuelle Folge mit acht von zehn Punkten und lobte, dass die Serie ihre zwischenzeitlich verlorene Dynamik zurückgewonnen und wieder an die «Kern-Dynamik zwischen Hal und John» angeknüpft habe, die viele Zuschauer so schätzen.
Ob die Serie diesen Schwung ins Finale retten kann, wird sich am Sonntag zeigen. Die steigenden Zuschauerzahlen und die anhaltende Online-Diskussion deuten jedenfalls darauf hin, dass das Interesse an «Lanterns» ungebrochen ist – und dass das neu aufgelegte DCU mit diesem Format einen wichtigen Erfolg verbuchen kann.