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Dark Matter: Staffel 2, Episode 4 bringt alle Figuren an einen Wendepunkt

In der vierten Folge der zweiten Staffel von Dark Matter zeigt sich, wie sehr die Reise durch die Multiversen die Figuren erschöpft hat. Besonders die Familie Dessen leidet, während Leighton, die Ryans und Jason2 mit den Folgen ihrer Entscheidungen ringen.

Die zweite Staffel von Dark Matter hat mit der vierten Folge einen Punkt erreicht, an dem die Figuren innehalten müssen. Die Adrenalin-getriebene Reise durch die Multiversen, die alle seit einem Jahr auf Trab gehalten hat, fordert nun ihren Tribut. Die Charaktere sind erschöpft, verloren und auf sich allein gestellt – nicht nur innerlich, sondern auch in den verschiedenen Welten, in denen sie gestrandet sind. Besonders die Familie Dessen spürt die Auswirkungen dieser Reise am stärksten.

Leighton, der weiterhin durch die Dimensionen streift, scheint selbst nicht mehr genau zu wissen, wonach er sucht. Der Kontakt zu seiner eigenen Welt ist abgebrochen, und selbst als er in einer anderen Realität seinen Vater zu finden glaubt, rechnet er bereits mit dessen Verlust. Seine Motive bleiben undurchsichtig: Ist er noch der Mann, der den Yogi Leighton dazu brachte, die perfekte Welt zu erschaffen? Als er MacNamaras Earth-1-Crew vor der Box entdeckt, gerät er in Panik. Es wirkt widersprüchlich, dass ausgerechnet er in die beste aller Welten gelangt – dorthin, wo Jason, Daniela und Charlie leben –, obwohl für eine solche Reise absolute Ruhe und Konzentration nötig wären. Stattdessen stolpert er mehr oder weniger hinein und folgt Jason bis nach Hause. Die Begegnung der beiden gerät zu einem Verwirrspiel: Leighton hält Jason für Jason2, muss aber erkennen, dass er sich irrt. Immerhin zeigt er Emotionen und weint – ein Moment, der ihn menschlicher erscheinen lässt.

Auch die Ryans, Amanda und Jason2 sorgen für Verwirrung. Ryan glaubt zunächst, seine Welt sei einfach zu überprüfen, indem er seine Stammkneipe besucht. Doch schnell wird klar, dass er nicht der Jason ist, dessen Zuhause die Gruppe sucht. Mit einer Umarmung verabschiedet er sich und geht. Diese Reise gibt Jason2 endlich mehr Tiefe: Seine Motivation, Jasons Leben zu stehlen und ihn wegzuwerfen, wird nachvollziehbar. Die Vorstellung, eine Version seiner selbst zu sehen, die andere Entscheidungen getroffen hat, kann so verlockend sein, dass man sich darin verliert. Für Amanda, die ihn wirklich zu lieben schien, ist es ein schwerer Schlag, als er ihr eröffnet, dass sie ihn nicht erfüllt habe. Sie bezeichnet ihn als angst vor Nähe, doch er selbst erkennt erst durch die Begegnung mit dem anderen Jason, dass er nur noch eine Hülle seiner selbst war – getrieben von Ehrgeiz, ohne Identität.

Überraschend ist Ryans Entscheidung, mit Amanda in die Welt zurückzukehren, die sie als «Safe-Sex-Welt» kennengelernt haben. Noch unerwarteter ist, dass genau diese Welt von einem unbekannten Virus heimgesucht wird. Die fröhliche, harmonische Umgebung, in der alle miteinander auszukommen schienen, steht plötzlich vor einer großen Bedrohung. Als Männer in Schutzanzügen auftauchen und Namen nennen, als hätte man sie erwartet, verdichtet sich der Verdacht, dass sie sich tatsächlich in dieser Welt befinden. Der Yogi Leighton, der nach eigener Aussage durch die Begegnung mit sich selbst eine Erleuchtung hatte, scheint von dem Virus jedoch wenig beeindruckt. Die Verbindung zwischen den verschiedenen Leightons und ihren Plänen bleibt weiterhin rätselhaft.

Die vierte Folge markiert damit einen Wendepunkt für alle Beteiligten. Die Figuren sind nicht mehr nur Getriebene einer abenteuerlichen Reise, sondern müssen sich mit den Trümmern ihrer Entscheidungen auseinandersetzen. Die Frage, wohin sie von hier aus gehen, ist offener denn je. Klar ist: Die Reise durch die Multiversen hat Spuren hinterlassen, und die nächsten Episoden dürften zeigen, ob und wie die Charaktere einen Weg zurück zu sich selbst finden.

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