Wireva

Nivalis Nights: Kein Kampf, aber auch kein Cosy-Game

Der Lead Writer von Nivalis Nights, Thomas Welsh, erklärt, dass das Spiel trotz fehlender Kämpfe kein typisches Cosy-Game ist. Die Gemütlichkeit müsse man sich erarbeiten, sagt er.

Das kommende Spiel Nivalis Nights wird ohne Kampfsystem auskommen, doch das bedeutet nicht, dass es sich um ein gemütliches Cosy-Game handelt. Das stellt Thomas Welsh, der Lead Writer des Titels, klar. In einem Interview betont er, dass Spielerinnen und Spieler die gemütlichen Momente erst freischalten müssen. Die Abwesenheit von Kämpfen sei also kein Freifahrtschein für reine Entspannung.

Welsh zufolge gibt es in Nivalis Nights durchaus cosy Elemente, aber sie sind nicht das Grundgerüst des Spiels. Wer sich einfach nur zurücklehnen und die Atmosphäre genießen will, wird nicht weit kommen. Stattdessen verlangt das Spiel von den Spielenden, sich mit der Welt ausezusammen und sich die ruhigen Augenblicke zu verdienen. Das erinnert an Spiele, die trotz fehlender Gewalt eine gewisse Reibung erzeugen, sei es durch Rätsel, Ressourcenmanagement oder soziale Interaktionen.

Die Aussage des Lead Writers ist eine Reaktion auf die weit verbreitete Annahme, dass Spiele ohne Kampf automatisch in die Kategorie der Cosy-Games fallen. Diese Schublade will Welsh offenbar vermeiden. Nivalis Nights scheint vielmehr ein Spiel zu sein, das eine eigene Identität zwischen Entspannung und Herausforderung sucht. Die genauen Mechanismen, die diese Reibung erzeugen, bleiben in der Ankündigung noch vage, aber die Richtung ist klar: Es wird nicht nur ein digitaler Spielplatz zum Abschalten.

In der Gaming-Landschaft gibt es seit einigen Jahren einen Trend zu Spielen, die bewusst auf Kampf verzichten und stattdessen auf Erkundung, Erzählung oder Aufbau setzen. Titel wie Animal Crossing oder Stardew Valley haben gezeigt, dass Cosy-Games ein großes Publikum ansprechen. Doch nicht jedes Spiel ohne Waffen will in diese Nische. Nivalis Nights scheint sich eher bei Spielen einzuordnen, die eine dichte Atmosphäre mit einer Prise Widerstand kombinieren – vielleicht vergleichbar mit einem Adventure, das die Spielenden vor Entscheidungen stellt, ohne sie mit Feinden zu konfrontieren.

Thomas Welsh ist als Lead Writer für die erzählerische Ausrichtung des Spiels verantwortlich. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass die Geschichte und die Welt von Nivalis Nights eine zentrale Rolle spielen werden. Wenn die Gemütlichkeit erarbeitet werden muss, könnte das bedeuten, dass die Handlung die Spielenden zunächst durch ungemütliche oder herausfordernde Situationen führt, bevor sie zur Ruhe kommen. Das wäre ein erzählerischer Kniff, der die emotionale Bindung verstärkt.

Ob Nivalis Nights damit ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten. Die Erwartungen an Spiele ohne Kampf sind oft hoch, aber auch die Skepsis ist groß, wenn sie nicht eindeutig in eine Schublade passen. Welsh scheint sich dieser Herausforderung bewusst zu sein und setzt auf eine klare Positionierung: kein Cosy-Game, aber auch kein reines Actionspiel. Die Mischung könnte genau das sein, was Spielerinnen und Spieler suchen, die sowohl Tiefgang als auch Momente der Entspannung wollen.

Für die Zukunft von Nivalis Nights bleibt zu hoffen, dass die Entwickler die Balance zwischen Reibung und Gemütlichkeit halten können. Zu viel Reibung könnte abschreckend wirken, zu wenig könnte das Spiel beliebig machen. Thomas Welsh hat mit seiner Aussage zumindest für Gesprächsstoff gesorgt und die Erwartungen an das Spiel geschärft. Weitere Details zur Spielmechanik und zum Erscheinungsdatum stehen noch aus.

Same event, other desks

Story file →