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«Other Mommy» startet mit 27,5 Millionen Dollar an die Boxoffice-Spitze

Der Horrorfilm «Other Mommy» von Rob Savage und James Wan übertrifft trotz schlechter Kritiken die Erwartungen und dominiert das Wochenende. «The Social Reckoning» enttäuscht mit nur 6 Millionen Dollar.

Der Horrorfilm «Other Mommy» von Regisseur Rob Savage («Host», «Dashcam») steuert auf ein US-Startwochenende von geschätzten 27,5 Millionen Dollar auf 3.365 Leinwänden zu und wird damit die heimischen Kinocharts anführen. Das berichtet das Branchenportal Deadline. Der Film, eine Produktion von Universal Pictures in Zusammenarbeit mit James Wans Blumhouse Atomic Monster, konnte sich damit gegen die überwiegend negativen Kritiken behaupten.

In den Hauptrollen ist Jessica Chastain zu sehen, die in einer Doppelrolle auftritt. Die Geschichte dreht sich um einen finsteren Dämon, der sich mit einem kleinen Mädchen namens Bela (gespielt von Arabella Olivia Clark) anfreundet und von dort aus Unheil über die Familie bringt. Der virale Trailer, der landesweit für Aufsehen sorgte, dürfte maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben. Bereits im Vorfeld hatte der Film durch seinen kontroversen Titel und die ungewöhnliche Marketingkampagne für Gesprächsstoff gesorgt.

Während «Other Mommy» die Erwartungen übertrifft, enttäuscht ein anderer Neustart: «The Social Reckoning» kommt nur auf etwa 6 Millionen Dollar und bleibt damit deutlich hinter den Prognosen zurück. Der Film, der sich kritisch mit sozialen Medien und deren gesellschaftlichen Folgen auseinandersetzt, konnte offenbar weder Kritiker noch Publikum überzeugen. Die genauen Zahlen für das gesamte Wochenende werden erst am Montag erwartet, doch die Freitagszahlen deuten bereits auf ein klares Bild hin.

Bemerkenswert ist, dass «Other Mommy» trotz schlechter Besprechungen so stark abschneidet. Jason Blum und James Wan, die als Produzenten hinter dem Projekt stehen, zeigten sich bei der Präsentation auf der New York Comic Con am Freitagabend unbeeindruckt von den Verrissen. Stattdessen blickten die beiden Horror-Experten auf ihr kommendes Programm. In einer 90-minütigen Präsentation stellten sie die kommenden Filme von Blumhouse Atomic Monster vor. Unter anderem wurde bekannt, dass Kristen Bell für «Violent Night 2» zurückkehrt.

Der Erfolg von «Other Mommy» ist auch ein Beispiel dafür, wie sehr ein viraler Trailer und eine starke Marke im Horrorgenre das Einspielergebnis beeinflussen können. Der Film knüpft an eine Reihe von Blumhouse-Produktionen an, die trotz gemischter Kritiken ein großes Publikum finden. Die Kombination aus bekannten Namen wie Jessica Chastain und der Erfahrung von James Wan und Jason Blum scheint das Publikum in die Kinos zu locken.

Für «The Social Reckoning» hingegen könnte das schwache Debüt ein Rückschlag sein. Der Film versucht, ein aktuelles Thema – die Macht und die Gefahren sozialer Netzwerke – aufzugreifen, findet aber offenbar keinen breiten Anklang. Ob sich das Ergebnis über die kommenden Wochen noch verbessert, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz durch «Other Mommy» dürfte jedoch groß bleiben.

Die genauen Einspielergebnisse für das Wochenende werden von den Studios traditionell am Sonntagabend veröffentlicht und am Montag bestätigt. Sollten sich die Schätzungen bewahrheiten, wäre es für «Other Mommy» ein starker Start, der die Investitionen der Produzenten rechtfertigen dürfte. Für die Kinos bedeutet der Erfolg des Horrorfilms ein willkommenes Umsatzplus in einem ansonsten eher ruhigen Oktober.

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