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GameStop meldet Rekordquartal dank Sammelfiguren statt Videospielen

GameStop verzeichnet den höchsten operativen Gewinn eines zweiten Quartals seit dem Börsengang 2002. Treiber ist das Geschäft mit Sammelartikeln, während klassische Videospielverkäufe einbrechen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der US-Händler GameStop hat für das zweite Geschäftsquartal einen operativen Gewinn von 160,2 Millionen US-Dollar gemeldet – der höchste Wert für diesen Zeitraum seit dem Börsengang des Unternehmens im Jahr 2002. Der Nettogewinn stieg demnach auf 298,7 Millionen US-Dollar, nach 168,6 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das berichtet das Branchenportal Gamespot unter Berufung auf den aktuellen Quartalsbericht des Unternehmens.

Der wichtigste Umsatztreiber ist inzwischen nicht mehr das klassische Videospielgeschäft, sondern der Bereich Sammelartikel. Die Nettoverkäufe dieser Sparte legten im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 356,3 Millionen US-Dollar zu. Damit machen Sammelfiguren und ähnliche Produkte inzwischen 45,1 Prozent des gesamten Nettoverkaufs von GameStop aus. Wer in den vergangenen Monaten eine Filiale besucht hat, konnte beobachten, wie viel Regalfläche inzwischen für diese Produkte reserviert ist.

Der Bereich Videospiele, lange Zeit das Kerngeschäft, erzielte im Berichtszeitraum nur noch 263,2 Millionen US-Dollar – ein deutlicher Rückgang gegenüber 494,6 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Dieser Einbruch ist laut Unternehmen vor allem auf den Verkaufsstart der Switch 2 im vergangenen Juni zurückzuführen, der den Vorjahreswert künstlich nach oben getrieben hatte. Auch das Geschäft mit gebrauchten und aufgearbeiteten Produkten ging von 250 Millionen auf 170,7 Millionen US-Dollar zurück.

Die Gesamtumsätze des Konzerns fielen von 972,2 Millionen auf 790,2 Millionen US-Dollar. Neben dem Switch-2-Effekt nennt GameStop dafür auch Filialschließungen und den Rückzug aus dem französischen Markt als Gründe. Gleichzeitig senkte das Unternehmen seine Verwaltungs- und Vertriebskosten deutlich von 218,8 Millionen auf 187,1 Millionen US-Dollar.

Für die Zukunft zeigt sich das Management optimistisch. GameStop rechnet für das Geschäftsjahr bis Ende Januar 2027 nun mit einem bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 650 Millionen US-Dollar – die Prognose wurde von zuvor 600 Millionen US-Dollar angehoben. CEO Ryan Cohen hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass physische Videospielverkäufe für das Unternehmen „irrelevant“ seien. Stattdessen denkt er über eine Expansion in den auf TikTok populären Bereich des Live-Shoppings nach oder darüber, GameStop als Marktplatz für den Weiterverkauf digitaler Spielgegenstände zu positionieren.

Die Aktie des Unternehmens gab nach der Veröffentlichung der Zahlen dennoch nach. Zudem versucht GameStop nach Informationen von Gamespot, die Auktionsplattform eBay zu übernehmen. Bisherige Angebote seien jedoch vom eBay-Verwaltungsrat abgelehnt worden. GameStop hält eigenen Angaben zufolge mehr als 43 Millionen eBay-Aktien, deren Wert aktuell bei rund 4,9 Milliarden US-Dollar liegt.

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