Papst Leo XIV. hat beim Angelus auf dem Petersplatz überraschend bekannt gegeben, dass er sich in den kommenden Tagen einer Operation unterziehen muss. Die Ärzte hätten bei ihm einen Knoten in der Lunge entdeckt, sagte der Papst vor den versammelten Gläubigen. Der Befund sei in einem frühen Stadium und gut lokalisiert.
«Die Ärzte haben bei mir einen Knoten in der Lunge in einem frühen und gut lokalisierten Stadium gefunden. Ihrem Rat folgend werde ich mich einer bereits geplanten Operation in den kommenden Tagen unterziehen», erklärte das Kirchenoberhaupt während des traditionellen Mittagsgebets. Die Ankündigung erfolgte ohne vorherige Information der Öffentlichkeit und löste auf dem Petersplatz sichtliche Betroffenheit aus.
Der Angelus, der jeden Sonntag auf dem Petersplatz gebetet wird, dient dem Papst üblicherweise für kurze geistliche Ansprachen und Grußworte an die Pilger. Dass ein Kirchenoberhaupt bei dieser Gelegenheit eine eigene schwere gesundheitliche Diagnose öffentlich macht, ist ungewöhnlich und unterstreicht die Bedeutung, die der Papst der Transparenz gegenüber den Gläubigen beimisst.
Ein Lungenknoten kann, je nach Art und Größe, gutartig oder bösartig sein. Die Formulierung «in einem frühen Stadium und gut lokalisiert» deutet darauf hin, dass die Ärzte den Befund als begrenzt und behandelbar einstufen. Eine Operation in den kommenden Tagen gilt in solchen Fällen als üblicher und oft kurativer Behandlungsweg. Weitere medizinische Details wurden nicht bekannt gegeben.
Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der das Oberhaupt der katholischen Kirche ein dichtes pastorales und diplomatisches Programm zu bewältigen hat. Der Vatikan hat bislang keine Angaben dazu gemacht, wie lange der Papst ausfallen wird oder ob geplante Termine verschoben werden. Gläubige und Kirchenvertreter weltweit reagierten mit Anteilnahme und Gebeten für eine schnelle Genesung.
In den vergangenen Jahren haben gesundheitliche Fragen bei Päpsten immer wieder öffentliche Aufmerksamkeit erlangt, weil sie nicht nur die Leitung der Weltkirche, sondern auch die Nachfolgeplanung berühren. Der Vatikan ist gehalten, über den Gesundheitszustand des Papstes in angemessener Form zu informieren, ohne die Privatsphäre des Amtsinhabers preiszugeben. Die jetzige Ankündigung erfolgte durch den Papst selbst und nicht durch eine Pressemitteilung des Heiligen Stuhls.
Der Papst bat die Gläubigen indirekt um ihr Gebet und ihr Verständnis. In den kommenden Tagen dürfte sich zeigen, wann der Eingriff stattfindet und welche Auswirkungen er auf den Kalender des Vatikans hat. Bis dahin bleibt die Kirche in Erwartung und im Gebet für ihren Hirten vereint.