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Lauren Miller Rogen zeigt in «Babies» ein Leben ohne Kinder

Lauren Miller Rogen hat mit «Babies» eine Komödie über ein kinderloses Ehepaar gedreht. Der Film feierte beim Toronto International Film Festival Premiere und erzählt von bewusster Kinderlosigkeit und selbstgewählter Familie.

Lauren Miller Rogen hat eine Antwort auf eine Frage gefunden, die ihr seit Jahren gestellt wird. In ihrer neuen Komödie «Babies» erzählt sie von einem Ehepaar, das sich bewusst gegen Kinder entschieden hat. Der Film feierte beim Toronto International Film Festival Premiere und sorgt dort für Gesprächsstoff.

Miller Rogen hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. In den Hauptrollen sind Anna Kendrick und Seth Rogen zu sehen, der auch ihr Ehemann ist. Die beiden spielen Aaron und Annie, ein glücklich verheiratetes Paar ohne Kinder. Der Film zeigt, wie die beiden mit den Erwartungen ihrer Umgebung umgehen und was es bedeutet, ein erfülltes Leben ohne Nachwuchs zu führen.

Der Titel «Babies» ist dabei bewusst doppeldeutig gewählt. Es geht nicht darum, keine Kinder zu mögen, sondern um die Frage, wie Menschen ihr Leben gestalten, wenn sie andere Prioritäten setzen. Miller Rogen verarbeitet in dem Film ihre eigenen Erfahrungen mit der ständigen Frage, ob sie Mutter werden will. Statt einer Rechtfertigung liefert sie eine warmherzige und humorvolle Bestandsaufnahme.

Die Kritik nach der Premiere in Toronto beschreibt den Film als geistreich und einfühlsam. Besonders hervorgehoben wird, wie «Babies» das Konzept der selbstgewählten Familie in den Mittelpunkt stellt. Aaron und Annie sind nicht einsam, sondern umgeben von Freunden und Wegbegleitern, die ihre Entscheidung akzeptieren. Der Film feiert diese Form des Zusammenlebens, ohne andere Lebensmodelle abzuwerten.

Das Toronto International Film Festival gilt als wichtiger Startpunkt für Filme, die später im Kino oder auf Streamingplattformen erscheinen. Eine Premiere dort bedeutet oft internationale Aufmerksamkeit und gute Chancen auf einen Verleih. Für Miller Rogen ist «Babies» nach mehreren kleineren Projekten ihr bislang persönlichstes Werk. Sie hat sich bewusst für eine leichte, zugängliche Erzählweise entschieden, die ernste Themen nicht ausspart.

Die Besetzung mit Anna Kendrick und Seth Rogen dürfte zusätzliches Publikum anziehen. Kendrick ist für ihre Rollen in Musik- und Comedyfilmen bekannt, Rogen für sein komödiantisches Timing. Das Paar auf der Leinwand wirkt laut erster Reaktionen glaubwürdig und nahbar. Der Film lebt von Dialogen, die nicht belehren, sondern beobachten.

«Babies» reiht sich in eine wachsende Zahl von Produktionen ein, die alternative Lebensentwürfe sichtbar machen. Während viele Filme Elternschaft als selbstverständlichen Höhepunkt des Erwachsenenlebens zeigen, wählt Miller Rogen einen anderen Weg. Sie erzählt von Freundschaft, Beruf und Partnerschaft, ohne dass ein Kinderwunsch die Handlung bestimmt. Das macht den Film für ein junges Publikum interessant, das sich mit ähnlichen Fragen auseinandersetzt.

Ob «Babies» auch außerhalb der Festivals ein großes Publikum erreicht, wird sich zeigen. Die ersten Stimmen aus Toronto sind positiv und betonen den warmen Ton sowie den Mut zur Ehrlichkeit. Miller Rogen hat mit dieser Komödie ein Thema aufgegriffen, das viele Menschen betrifft, aber selten so entspannt verhandelt wird. Der Film feiert die Wahlfreiheit und die Menschen, die man sich als Familie aussucht.

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