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Fed-Chef Warsh signalisiert Bereitschaft zu Zinserhöhungen

Der neue Chef der US-Notenbank Kevin Warsh hat mit ungewöhnlich deutlichen Worten eine straffere Geldpolitik in Aussicht gestellt. Die Inflation in den USA liegt seit mehr als fünf Jahren über dem Zielwert von 2 Prozent. Marktteilnehmer reagierten umgehend: Der Euro gab nach, der Goldpreis fiel.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der neue Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Kevin Warsh, hat mit deutlichen Worten die Bereitschaft zu weiteren Zinserhöhungen signalisiert. Beim Notenbank-Treffen in Jackson Hole sagte er laut Redemanuskript: „Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die Kerninflation eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit unserem Ziel annähert. Andernfalls haben wir noch einiges zu tun.“ Die Teuerungsrate in den USA bezeichnete er als „zu hoch“.

Zwar hätten jüngste Konjunkturdaten eine leichte Abkühlung gezeigt, so Warsh. Allerdings sehe er darin keine grundlegende Änderung der Entwicklung. Im Juli sank die Inflation auf 3,4 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch 0,1 Prozentpunkte höher gelegen hatte. Damit liegt die Teuerungsrate seit mehr als fünf Jahren über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent. Als Ursache nannte Warsh unter anderem den Iran-Krieg und die daraus resultierende Energiekrise. „Daher sollte sich die Fed derzeit vorrangig auf die Preise konzentrieren“, sagte er.

Bereits beim vergangenen Zinsentscheid Ende Juli hatten sich drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder des Zentralbankrates offen für eine Zinserhöhung im weiteren Jahresverlauf gezeigt, um die Inflation zu bremsen. Warsh enthielt sich damals. Seit Dezember 2025 ließ die Fed den Leitzins fünfmal in Folge unverändert, die Spanne bleibt bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Warsh wiederholte beim Zinsentscheid, dass die Fed Preisstabilität garantieren werde – ein Indiz dafür, dass er der Inflationsbekämpfung Vorrang einräumen will. Die USA stünden bei der Vollbeschäftigung zwar gut da, „aber bei den Preisen deutlich schlechter“, betonte er. Diese Bemühungen dürften noch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Volkswirte werteten die Aussagen als klares Signal. „Der Fed-Chef ist bereit, an der Zinsschraube zu drehen, falls die Inflationslage sich nicht zügig aufhellt“, kommentierte Elmar Völker von der LBBW. Warsh erhöhe damit die Spannung vor der nächsten Zinssitzung Mitte September. „Die US-Inflationsdaten für August, die wenige Tage vor diesem Termin veröffentlicht werden, bilden mutmaßlich das Zünglein an der Waage.“

Die Finanzmärkte reagierten umgehend auf die Aussagen. Der Euro sank kurzzeitig unter 1,16 US-Dollar, erholte sich zuletzt aber wieder leicht und wurde bei 1,1608 Dollar gehandelt. Vor den Aussagen hatte er bei 1,1640 Dollar gelegen. Am Anleihemarkt stiegen vor allem die Renditen von Papieren mit kurzer Laufzeit, die besonders stark auf mögliche Leitzinsveränderungen reagieren. Der US-Aktienmarkt wurde etwas belastet.

Der Goldpreis fiel auf ein Tagestief von 4.535 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm), erholte sich danach jedoch ebenfalls etwas. Vor den Aussagen von Warsh hatte der Preis noch bei über 4.600 Dollar je Feinunze gelegen. Mögliche Zinserhöhungen belasten Gold tendenziell, da das Edelmetall keine Zinsen abwirft.

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