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CDU-Politiker Hardt: Indien gerät durch Kriege in Ukraine und Iran zunehmend unter Druck

Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten setzen Indien massiv unter Druck. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, sieht das Land in einer schwierigen geostrategischen Lage und wirbt für engere deutsch-indische Kooperationen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

Die aktuellen internationalen Konflikte bringen Indien zunehmend in Bedrängnis. Das bevölkerungsreichste Land der Erde muss seine Bündnisse neu bewerten. Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt, warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch China und sieht Indien in einer ausgesprochen schwierigen geostrategischen Lage. Bei einem Besuch in Neu-Delhi warb der CDU-Politiker dafür, Indien dabei zu unterstützen, sich von traditionellen Partnern zu lösen.

Durch den Ukraine-Krieg bekommt Indien weniger Waffen aus Russland. Durch die US-Politik im Nahen Osten und den Iran-Krieg fürchtet das Land um seine Erdölversorgung. Die faktische Sperrung der Straße von Hormus wirke sich unmittelbar aus, sagte Hardt im Gespräch mit dieser Redaktion. Indien habe selbst keine großen Energieressourcen, brauche für seine wirtschaftliche Entwicklung aber günstige Energie. In der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern wachse der Frust über die USA, die ihre Energiepolitik mehrfach geändert hätten.

Indien stehe geostrategisch vor enormen Herausforderungen. China sei militärisch überlegen, unterstütze Pakistan und habe mit Indien eine rund 3.500 Kilometer lange, nicht abschließend geklärte Grenze. Im jüngsten militärischen Konflikt mit Pakistan hätten sich chinesische Waffensysteme auf pakistanischer Seite als ernsthafte Konkurrenz zu den indischen, teilweise französischen Systemen erwiesen. Gleichzeitig baue China seine Präsenz im Indischen Ozean aus. Hardt bezeichnete diese Entwicklung als große Bedrohung für die Region.

Die indische Regierung beobachte den sogenannten Mekka-Pakt zwischen der Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan sehr aufmerksam, habe aber noch kein abschließendes Urteil gefällt. Man sehe mögliche positive Effekte, aber auch Risiken, insbesondere wenn Pakistan dadurch militärisch gestärkt und stärker in internationale Strukturen eingebunden werde. Indien hätte Pakistan lieber stärker isoliert gesehen, so Hardt. Ob der Pakt tatsächlich einmal wie die Nato funktioniere, sei allerdings eine ganz andere Frage.

Die Sorge vor einem aufrüstenden China sei in Indien spürbar. Indien habe lange darauf gesetzt, dass Russland im Zweifel ein Gegengewicht sein könnte. Diese Rechnung gehe heute für Neu-Delhi nicht mehr so einfach auf. Russland sei inzwischen selbst stark von China abhängig. Seriöse Analysen zeigten, dass Russland seinen Krieg gegen die Ukraine ohne China so nicht weiterführen könnte. Die „grenzenlose“ Freundschaftserklärung zwischen Putin und Xi Jinping aus dem Jahr 2022 habe für Indien alles verändert.

Militärisch ist Indien noch immer erheblich von Russland abhängig. Hardt besuchte 2023 die indische Westflotte in Mumbai, wo moderne Fregatten russischer Bauart liegen. Die Waffensysteme seien russisch und könnten nur entsprechende Raketen verschießen. Davon bekomme Indien offenbar nicht mehr genügend Nachschub, weil Russland selbst enorme Mengen im Krieg gegen die Ukraine einsetze. Innerhalb der indischen Marine gebe es deshalb Überlegungen, solche Schiffe umzurüsten, damit sie mit westlichen Waffensystemen kompatibel werden.

Den indischen Streitkräften sei völlig bewusst, dass sie bei ihrer Rüstung neue Optionen brauchen. Für Europa und Deutschland liege darin eine Chance, die Beziehungen zu Indien zu vertiefen. Hardt reiste in dieser Woche wiederholt nach Indien, um politische Gespräche zu führen und wirtschaftliche sowie militärische Kooperationen auszubauen. Er warb dafür, Indien dabei zu unterstützen, sich von traditionellen Partnern zu lösen und neue Allianzen zu schmieden.

Die indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi inszeniere das Land gerne als Großmacht. In der aktuellen Krise wirke das Land trotzdem relativ hilflos, räumte Hardt ein. Die geostrategische Lage sei äußerst komplex: China sei militärisch überlegen, Russland als Partner unzuverlässig geworden und die Energieversorgung durch die Konflikte im Nahen Osten gefährdet. Indien müsse seine Bündnisse neu bewerten, um seine wirtschaftliche Entwicklung und seine Sicherheit zu gewährleisten.

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