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Selenskyj bestätigt Probleme bei Abwehr ballistischer Raketen

Bei einem massiven russischen Angriff auf Kiew hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Selenskyj rund 90 Prozent der Marschflugkörper abgefangen. Ballistische Raketen bleiben jedoch die größte Herausforderung für die Luftverteidigung. Der Präsident fordert erneut zusätzliche Patriot-Systeme.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

Die Ukraine hat bei dem massiven russischen Nachtangriff auf Kiew und die umliegende Region am Donnerstag nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj rund 90 Prozent der abgefeuerten Marschflugkörper abgefangen. Deutlich schwieriger gestaltet sich nach seinen Worten jedoch die Abwehr ballistischer Raketen. Der kombinierte russische Angriff in der Nacht vom 19. auf den 20. August umfasste sowohl ballistische Raketen als auch Marschflugkörper und Angriffsdrohnen.

„Leider sind ballistische Raketen derzeit die größte Herausforderung. Während bei diesem Angriff rund 90 Prozent der Marschflugkörper abgefangen wurden, sieht die Lage bei den ballistischen Raketen deutlich schlechter aus“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Der Präsident erneuerte seine Forderung nach zusätzlichen Patriot-Flugabwehrsystemen, auf die die Ukraine zur Abwehr russischer ballistischer Raketen angewiesen ist. Die Luftverteidigung des Landes leidet nach eigenen Angaben täglich unter einem Mangel an Flugabwehrraketen.

Bei den massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte Klitschko am Morgen nach den nächtlichen Attacken. Der Bürgermeister erklärte den 21. August in Kiew zum Trauertag. „Zum Gedenken an die Opfer des massiven Angriffs des Feindes auf die Hauptstadt“, teilte er bei Telegram mit. An diesem Tag sollen die Flaggen an allen kommunalen Gebäuden der Stadt auf halbmast gesetzt werden. Auch an staatlichen und privaten Gebäuden empfahl Klitschko, ebenso zu verfahren.

Russland setzte bei den Luftschlägen auf Kiew zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein. Die Region ist seit Beginn des Krieges vor viereinhalb Jahren besonders häufig das Ziel russischer Angriffe. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland gegen das Land in der Nacht insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden.

Im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine töteten russische Drohnen nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden.

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa wurde in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert worden.

Unterdessen sind die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen eingebrochen. Sie sind im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342.000 Tonnen gesunken, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilte. Gegenüber dem Vormonat Juli entspricht dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nehmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen.

In der von Russland besetzten Großstadt Sewastopol auf der Krim wird erneut der Strom abgeschaltet. Dies sei notwendig, um eine Überlastung der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern und einen weitreichenden Ausfall zu verhindern, teilte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mit.

Zudem steht ein russisches Flugzeug im Verdacht, über der Ostsee Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Nach Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums spielte sich der Vorfall am Donnerstagnachmittag über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens ab. „Jeder Verdacht auf eine territoriale Verletzung wird ernst genommen“, sagte Verteidigungsminister Antti Häkkänen laut einer Mitteilung. „Die Ermittlungen laufen.“ Die Grenzschutzbehörde untersuche den Vorfall. Angaben dazu, um was für ein Flugzeug es sich gehandelt haben könnte, gab es zunächst nicht. Erst im Mai stand ein russischer Militärflieger im Verdacht, im Finnischen Meerbusen Finnlands Luftraum verletzt zu haben. Der Nato-Staat Finnland teilt eine mehr als 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland.

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