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Bundesregierung verdächtigt russischen Geheimdienst nach Drohnenvorfall in Leipzig

Nach dem Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verdichten sich Hinweise auf einen russischen Geheimdienst. Die Bundesregierung will sich äußern und Konsequenzen ankündigen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Bundesregierung macht offenbar Russland für den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung haben sich die Erkenntnisse der Ermittler so weit verdichtet, dass der Vorfall einem russischen Geheimdienst zugeschrieben werden soll. Eine offizielle Bestätigung dieser Einschätzung liegt bislang nicht vor.

Die Drohne war am Abend des 4. August auf das Gelände des Flughafens gelangt. Nach späteren Medienberichten soll sie gezielt gegen den Flügel einer dort abgestellten Frachtmaschine der ukrainischen Fluggesellschaft Antonow geflogen und anschließend zu Boden gefallen sein. An dem Fluggerät war nach „Bild“-Informationen ein Sprengsatz mit rund 600 Gramm Sprengstoff befestigt. Der Zünder versagte, verletzt wurde niemand. Zum Zeitpunkt des Vorfalls war das Flugzeug nach Angaben des Bundesinnenministeriums nicht beladen.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) wollen nach „Bild“-Informationen noch am Dienstag vor die Presse treten. Wadephul unterbricht dafür eine Dienstreise. Der Außenminister wollte ursprünglich an einem Treffen seiner europäischen Amtskollegen in Irland teilnehmen. Noch am Montag hatte die Bundesregierung eine Schuldzuweisung vermieden. Eine solche werde erst vorgenommen, wenn die Ermittlungen abgeschlossen und mögliche Maßnahmen abgestimmt seien, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Es gebe bei dem Thema „zu viel Spekulation“. Eine Zuordnung müsse „umfassend“ schlüssig sein.

Wadephul kündigte am Dienstag eine überlegte, aber entschlossene Reaktion an. „Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden“, sagte er in Algier. Im ZDF-„Morgenmagazin“ stellte er eine „konsequente Antwort der Bundesregierung“ in Aussicht, betonte jedoch, die Erkenntnisse und mögliche Konsequenzen müssten sorgfältig geprüft und abgestimmt werden. Dobrindt hatte bereits kurz nach dem Fund von einem „hybriden Anschlagsszenario“ und einer neuen Gefahrenqualität gesprochen. Wer hinter dem Vorfall steckt, ließ er damals offen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nannte am Sonntag noch keinen Verantwortlichen. Er kündigte jedoch eine baldige Reaktion an. Innerhalb der Bundesregierung gebe es eine „weitgehende Einigung“, sagte er im ARD-„Sommerinterview“. Das weitere Vorgehen werde mit den Partnern in der EU und der Nato abgestimmt. Experten hatten hinter dem Drohnenangriff auf den sächsischen Flughafen schon unmittelbar danach einen hybriden Angriff Russlands vermutet. Das „Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf US-Regierungsbeamte, bei dem Fluggerät habe es sich wahrscheinlich um eine russische Drohne gehandelt. CNN zufolge kamen US-Vertreter zu dem Schluss, dass ein russischer Geheimdienst hinter dem Vorfall stehe. Moskau wies jede Verantwortung zurück und sprach von „antirussischer Hysterie“.

Zehn Tage nach dem Vorfall wurde im nahe gelegenen Kabelsketal eine weitere Drohne entdeckt. Auch an ihr stellten die Ermittler Sprengstoff sicher. In Kursdorf nahe dem Flughafen fanden sie zudem eine technische Konstruktion, die zur Steuerung einer Drohne gedient haben könnte. Ob die Funde miteinander zusammenhängen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Im Gespräch für mögliche Konsequenzen durch die Bundesregierung sind diplomatische Schritte und weitere EU-Sanktionen. Denkbar sei, den russischen Botschafter einzubestellen oder Mitarbeiter der Botschaft auszuweisen. Eine Entscheidung darüber wurde bislang nicht bekannt gegeben.

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