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Deutscher Außenhandel: Exporte fallen im August erneut

Die deutschen Exporte sind im August den zweiten Monat in Folge zurückgegangen, während die Importe stiegen. Der Außenhandelsüberschuss schrumpft, das Defizit gegenüber China wächst auf 76 Milliarden Euro. Der BGA fordert Maßnahmen gegen Wettbewerbsverzerrungen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die deutsche Exportwirtschaft hat im August einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Wie das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Zahlen mitteilte, sank der Wert der ausgeführten Waren kalender- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent auf 137,6 Milliarden Euro. Bereits im Juli hatte es ein Minus von 0,5 Prozent gegeben. Die Importe legten im Monatsvergleich dagegen um 0,9 Prozent auf 118,1 Milliarden Euro zu. Der Außenhandelsüberschuss verringerte sich dadurch auf 19,5 Milliarden Euro, nach revidierten 21,6 Milliarden Euro im Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich nominal dennoch ein Plus: Die Exporte stiegen um 6,2 Prozent, die Importe um 5,5 Prozent. Von einer nachhaltigen Erholung könne jedoch keine Rede sein, betont die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). «Der jetzige Rückgang zeigt, dass die Exportbelebung nur ein laues Lüftchen war», erklärte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Für eine dauerhafte Belebung dürfe sich das Wachstum nicht allein auf einzelne Märkte oder Sondereffekte stützen.

Besonders deutlich zeigt sich die Schieflage im Handel mit China. Zwar legten die deutschen Ausfuhren dorthin im August um 4,7 Prozent zu, doch die Importe aus der Volksrepublik stiegen noch stärker. In den ersten acht Monaten des Jahres summiert sich das Bild: Die Exporte nach China schrumpften um 12,9 Prozent, während die Importe um 10,1 Prozent kletterten. Das Außenhandelsdefizit gegenüber China erreichte 76 Milliarden Euro. Der Außenhandelsverband BGA fordert von Brüssel Gegenmaßnahmen. «Europa muss sich gegen nachgewiesene Wettbewerbsverzerrungen wehren können. Dafür brauchen wir klare Beweise, hohe Eingriffsschwellen», sagte BGA-Präsident Dirk Jandura. Die Schutzmaßnahmen müssten gezielt, verhältnismäßig und WTO-konform sein.

ING-Chefvolkswirt Carsten Brezski sieht einen grundlegenden Wandel: China entwickle sich von einem willkommenen Exportmarkt zum Rivalen. Machten deutsche Exporte nach China im Jahr 2020 noch 8 Prozent aller Ausfuhren aus, waren es in der ersten Jahreshälfte 2026 nur noch 4 Prozent. Das US-Geschäft bleibt trotz Zollspannungen robust und steht weiterhin für rund 9 Prozent der deutschen Exporte. Im August gingen die Lieferungen in die Vereinigten Staaten zwar um 6,3 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, im Jahresverlauf ergibt sich aber noch ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Die USA bleiben damit der wichtigste Einzelmarkt für deutsche Waren.

Innerhalb der Europäischen Union wurden im August kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 77,5 Milliarden Euro exportiert und 59,3 Milliarden Euro importiert. Das entspricht einem Rückgang der Ausfuhren um 0,6 Prozent und der Einfuhren um 0,4 Prozent gegenüber Juli. In Länder außerhalb der EU exportierten deutsche Unternehmen 1,1 Prozent weniger als im Vormonat.

Erst am Vortag hatte der Außenhandelsverband BGA seine Prognose für das laufende Jahr leicht angehoben. Demnach soll das Exportvolumen um 1,0 Prozent auf 1.580 Milliarden Euro steigen. Bisher war der Verband von einem Plus von 0,6 Prozent ausgegangen. Zugleich warnte der BGA aber vor weiterhin schwierigen Geschäften in den USA und in China. Die aktuelle Entwicklung im August unterstreicht diese Skepsis: Von einer breiten Erholung des Außenhandels kann keine Rede sein, die Impulse bleiben fragil und hängen stark von einzelnen Märkten ab.

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