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Serbien hält am 30-Tage-Visafreiregime für Russen fest

Eine Visumpflicht ist nicht beschlossen. Die EU-Annäherung erhöht jedoch den Druck auf Belgrad, seine Ausnahmen zu reduzieren; Montenegro führt für Russen bereits ab November Visa ein.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

Russische Staatsbürger können weiterhin ohne Visum nach Serbien reisen. Nach den aktuellen Angaben des serbischen Außenministeriums benötigen Inhaber gewöhnlicher russischer Reisepässe für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen kein Visum. Eine serbische Verordnung, die dieses Regime beendet, ist bislang nicht angekündigt worden.

Die Diskussion über eine mögliche Änderung ist trotzdem mehr als ein Gerücht. Serbien verhandelt über die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und muss dabei seine Regeln in vielen Bereichen an das EU-Recht anpassen. Dazu gehört auch die Visumpolitik. Die European Commission hatte Russland in einem Bericht zu den Ländern gezählt, mit denen Serbien Visafreiheit gewährte, obwohl die EU für deren Staatsbürger Visa verlangt.

Im November 2023 nahm Serbien einen Plan zur Harmonisierung seines Visaregimes mit der EU an. Die Angleichung für Länder auf der EU-Liste der visumpflichtigen Staaten sollte nach diesem Plan näher an einen späteren Beitritt heranrücken. Die Kommission machte zugleich deutlich, dass sie schnellere Fortschritte erwartet.

Montenegro ist inzwischen einen Schritt weiter. Die Regierung beschloss am 23. Juli 2026, dass Bürger Russlands, Belarus', Chinas, Saudi-Arabiens und der Türkei ab dem 1. November ein Visum brauchen. Podgorica erklärte, damit sei die nationale Visumpolitik vollständig an die EU angepasst. Zugleich werde ein Abschlusskriterium des Verhandlungskapitels 24 erfüllt.

Serbien hat dieses Modell nicht übernommen. Allerdings besprachen Innenminister Ivica Dačić und EU-Kommissar Magnus Brunner im April 2026 die weitere Zusammenarbeit beim Grenzmanagement und bei der Harmonisierung der Visumpolitik. Belgrad bekräftigte, die Standards im Bereich Inneres weiter an die EU anzupassen.

Damit ist eine spätere Änderung für russische Reisende plausibel, aber nicht beschlossen. Solange das Außenministerium den 30-Tage-Zugang ohne Visum führt und keine neue Regierungsentscheidung veröffentlicht ist, gilt die bisherige Regel. Wer aktuell eine Reise plant, sollte deshalb zwischen einer politischen Perspektive und einer bereits geltenden Vorschrift unterscheiden.

Auch die Jahreszahl 2027 wird in diesem Zusammenhang oft falsch eingeordnet. Serbische Regierungsvertreter haben angekündigt, bis 2027 wesentliche Reformen abzuschließen, die für eine EU-Mitgliedschaft notwendig sind. Daraus folgt weder ein garantierter EU-Beitritt in diesem Jahr noch ein fester Termin für den Eintritt in den Schengen-Raum.

Für die EU ist die serbische Visapolitik ein konkreter Test, weil sie leicht messbar ist. Entweder bleibt Russland auf der serbischen Liste visafreier Staaten oder Belgrad passt die Regel an die EU-Vorgaben an. Politisch ist die Entscheidung schwieriger, weil Serbien enge historische und gesellschaftliche Beziehungen zu Russland mit seinem europäischen Kurs ausbalanciert.

Montenegros Schritt erhöht nun den Vergleichsdruck in der Region. Der nächste belastbare Hinweis wird eine offizielle serbische Entscheidung sein. Bis dahin bleibt die Lage klar: Russland ist für Serbien weiterhin visafrei bis 30 Tage, während die langfristige Richtung durch den EU-Beitrittsprozess zunehmend enger vorgegeben wird.

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