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Linnemann drängt auf strengere Regeln für Medizin-Cannabis

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann fordert eine strengere Kontrolle von Medizinal-Cannabis. Die Importe könnten 2025 auf 300 Tonnen steigen. Ein Gesetzentwurf für Arztkontakt und Apothekenabgabe liegt seit Ende 2024 beim Bundestag.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) dringt auf die Umsetzung strengerer Regeln für die Abgabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Beim Deutschen Apothekertag in München sagte er, die Importe von Medizinal-Cannabisblüten würden nach einer Prognose seines Ressorts in diesem Jahr auf 300 Tonnen steigen. Das sei eine Verzehnfachung der Menge binnen drei Jahren und ein Missbrauch, der in der Breite nichts mehr mit «medizinal» zu tun habe, sondern mit Drogenkonsum.

Das schwarz-rote Kabinett hat bereits einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der aber seit Ende vergangenen Jahres beim Bundestag liegt. Demnach soll es Verschreibungen von Cannabisblüten nur noch nach direktem Kontakt mit einem Arzt oder einer Ärztin geben. Medizinal-Cannabis soll nicht mehr per Online-Versand erhältlich sein, sondern nur in Apotheken. Linnemann sagte, die Gespräche der Koalitionsfraktionen dazu müssten zum Erfolg kommen. «Konsumcannabis auf Knopfdruck per Versandhandel, das hat nichts mehr mit Gesundheitsversorgung zu tun», so der Minister. So dürfe es nicht weitergehen.

Im Zuge der generellen Legalisierung von Cannabis für Volljährige 2024 war auch der Umgang mit Cannabis zu medizinischen Zwecken neu geregelt worden. Seitdem ist Cannabis für diese Verwendung ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Behandelt werden können damit unter anderem Schmerzen. Linnemann kritisierte, über Internetseiten oft mit Sitz im Ausland sei es bisher «easy», Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken über Privatverschreibungen zu beziehen.

Er wies auf eine kürzlich vorgelegte Studie hin, wonach die Zahl von Krankenhausaufnahmen mit Cannabis-spezifischen Diagnosen wie akuter Vergiftung oder Psychosen seit der Legalisierung 2024 relevant gestiegen sei. Als mögliche Erklärung werde darin ein erhöhter Konsum von medizinischem Cannabis mit einem höheren Gehalt des berauschenden Stoffes THC genannt.

Der neue Minister sprach zur Eröffnung des Apothekertags auf einer ersten großen Veranstaltung der Gesundheitsbranche. «Ich bin jetzt seit sechs Wochen im Amt», sagte der frühere CDU-Generalsekretär und fügte hinzu: «Ja, ich war keine ein, zwei Perioden im Gesundheitsausschuss.» Vielleicht sei es als Minister aber eine Chance, sich die Dinge mit frischem Blick anzusehen – und auch mit einer ökonomischen Brille und einer «vollen Prise Unbefangenheit».

Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Apotheken kritisierte Linnemann eine Wettbewerbsverzerrung durch Arzneiversandhändler aus dem Ausland. Er wolle sich dafür einsetzen, dass dies abgestellt werde. Zuvor hatte der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda), Thomas Preis, auf Werbeangebote von Online-Händlern hingewiesen, generell fällige Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente nicht zu erheben. Linnemann brachte zum Apothekertag die Botschaft mit, dass eine Verbesserung bei der Apotheken-Vergütung in Bewegung sei.

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