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Moskau wirft Berlin „Terrorismus-Sponsoring“ vor – Wagenknecht kritisiert Merz scharf

Nach dem Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle schließt die Bundesregierung das russische Konsulat in Bonn und das Russische Haus in Berlin. Moskau spricht von einer „antirussischen Entscheidung“, während BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht vor einer Kriegsnähe durch Kanzler Merz warnt. Die Ukraine begrüßt die deutschen Maßnahmen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die Bundesregierung hat als Reaktion auf den mutmaßlich russischen Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle harte Gegenmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehört die Schließung des russischen Konsulats in Bonn sowie des Russischen Hauses in Berlin. Moskau reagierte umgehend mit scharfer Kritik und bezeichnete den Schritt als „antirussische Entscheidung“. Aus dem Außenministerium in Moskau hieß es zugespitzt, Berlin „sponsert den Terrorismus“.

Während Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Entschlossenheit der deutschen Regierung ausdrücklich lobte, kommt der Widerspruch aus der eigenen politischen Landschaft. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht übte scharfe Kritik an Kanzler Friedrich Merz (CDU) und warnte: „Merz führt uns immer näher an einen Krieg.“ Auch der frühere Linken-Politiker und heutige BSW-Bundesgeschäftsführer Siegmund schloss sich der Kritik an und stellte die Eskalationslogik der Regierung infrage.

Hintergrund der Maßnahmen ist ein versuchter Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Die Bundesregierung macht Russland offiziell für den Vorfall verantwortlich. Nach Informationen aus Regierungskreisen hat Kanzler Merz bei der Zuweisung der Verantwortung und der Festlegung der Gegenmaßnahmen durchgehend eine zentrale Rolle gespielt. „Er hat dabei politischen Rahmen und Richtung vorgegeben“, hieß es aus der Regierung.

Die Ukraine begrüßte die deutschen Vergeltungsmaßnahmen ausdrücklich. Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, schrieb auf der Plattform X: „Ich begrüße die entschlossene Reaktion Deutschlands auf den russischen Angriff in Leipzig.“ Kiew stehe in engem Austausch mit Berlin bei der Sicherung kritischer Infrastruktur vor Drohnen, einem koordinierten Vorgehen gegen die russische „Schattenflotte“ und weiteren Sanktionen gegen Russland.

Über die diplomatischen Maßnahmen hinaus kündigte die Bundesregierung eine Verstärkung der militärischen Hilfe für die Ukraine an. Bereits im September sollen weitere Luftabwehrraketen des Typs Iris-T sowie „zeitnah“ mehrere tausend Angriffsdrohnen geliefert werden. Auch die Zusammenarbeit der Geheimdienste mit Kiew werde weiter verstärkt, hieß es aus Regierungskreisen. „Die Ukraine war in den letzten Monaten maßgeblich dank deutscher Hilfe militärisch sehr erfolgreich“, hieß es dort. Russland habe darauf keine strategische Antwort gefunden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte unterdessen alle internationalen Fluggesellschaften vor Flügen über russischem Territorium. „Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine drohe dabei nicht der zivilen Luftfahrt oder einzelnen Flugzeugen. „Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss“, erklärte der Staatschef. Erst vergangene Woche hatte er den Einsatz von bis zu 1.000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht.

Selenskyj bestätigte zugleich Medienberichte, wonach die USA für die vergangene Woche um eine Unterbrechung von Angriffen auf Moskau und St. Petersburg gebeten hätten. CIA-Chef John Ratcliffe war in dieser Zeit unangekündigt nach Moskau gereist. Zudem habe ein weiterer Staat um eine Pause für Angriffe auf Wladiwostok ersucht, wo von Dienstag bis Freitag ein Wirtschaftsforum mit internationalen Gästen und einem Auftritt von Präsident Wladimir Putin stattfindet.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Deutschland ist inzwischen der größte Einzelunterstützer des osteuropäischen Landes. In Regierungskreisen in Berlin rechnet man mit weiteren hybriden Angriffen Russlands: „Wir müssen uns auf weitere, auch eskalierende hybride Angriffe Russlands einstellen.“

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