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CDU-Vize Ines Claus zeigt Interesse an Steinmeier-Nachfolge

Die hessische CDU-Fraktionschefin Ines Claus hat Interesse an der Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier signalisiert. In der Union stößt der Vorstoß auf Skepsis, aus dem Umfeld von Kanzler Friedrich Merz heißt es, er habe sich nicht festgelegt.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

In der CDU gewinnt die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) an Tempo. Überraschend ins Gespräch gebracht hat sich dabei Ines Claus. Die Vorsitzende der hessischen CDU-Landtagsfraktion signalisierte Interesse am höchsten Staatsamt, wie viele in der Union nicht erwartet hatten.

Die 49-Jährige bezeichnete es in der „Rheinischen Post“ als „große Ehre“, im Zusammenhang mit einer solchen Kandidatur genannt worden zu sein. Zugleich betonte sie, nun gelte es, „ein geordnetes Verfahren einzuhalten“. Dies müsse innerhalb der Partei geschehen, also mit den Ministerpräsidenten, den Führungsgremien der CDU und der CSU, und selbstverständlich mit dem Koalitionspartner. Claus ist auch stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende.

Die Zeitung berichtete unter Berufung auf hochrangige CDU-Kreise, Claus sei Favoritin von Kanzler Friedrich Merz für das Amt. Aus dem Umfeld des Kanzlers wurde dies jedoch klar dementiert. Merz habe sich weder festgelegt noch einen Vorschlag unterbreitet, hieß es.

Der Vorstoß für Claus stieß bei maßgeblichen CDU-Politikern auf Kritik, teilweise wurde er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sogar als absurd zurückgewiesen. Claus fehle jedes bundespolitische Profil, eine Kandidatur werde schiefgehen, hieß es aus diesen Kreisen. Aus der Unionsfraktion im Bundestag wurde zudem an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner erinnert. Sie genieße weit über die Parteigrenzen hinaus große Anerkennung und sei auch als Bundespräsidentin bestens geeignet.

Auch in der CSU fiel die Nennung von Claus zunächst kaum euphorisch aus. Von einem „Testballon“ war die Rede, dessen Gehalt man nicht bewerten wolle. Die CSU hatte sich bisher für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner ausgesprochen, CSU-Chef Markus Söder hatte sich wiederholt hinter sie gestellt. Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch stellte sich inzwischen eindeutig hinter Aigner.

Claus ist verheiratet, Mutter von drei Kindern und katholisch. Seit April 2020 führt sie die CDU-Landtagsfraktion in Hessen, seit 2026 ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU.

Die Union beansprucht als stärkste Fraktion im Bundestag ein Vorschlagsrecht für die Wahl des nächsten Bundespräsidenten. Unionsfraktionschef Thorsten Frei wollte sich nicht auf Aigner als Kandidatin festlegen. Man habe, so Frei gegenüber Welt TV, „Gott sei Dank einige Frauen, die dafür sehr, sehr gut geeignet sind“. Als Beispiele nannte er Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien und Annegret Kramp-Karrenbauer. Es spreche viel dafür, dass es jemand werde, der selbst Politiker war oder ist und ein umfassendes Verständnis politischer Prozesse habe. Ein Jurist müsse es hingegen nicht zwingend sein.

Die endgültige Entscheidung soll im November fallen. Am 9. November befassen sich die Führungsgremien der CDU mit der Personalfrage, danach dürften weitere Gespräche mit CSU, SPD und möglicherweise den Grünen folgen. Gewählt wird das neue Staatsoberhaupt am 30. Januar 2027 in der Bundesversammlung. CDU, CSU und SPD verfügen dort über eine Mehrheit von etwa 50 Stimmen. Angestrebt wird in der Union dennoch eine möglichst breite Zustimmung über die Regierungsparteien hinaus.

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