Sieben aktuelle Tablets unterschiedlicher Preisklassen und Betriebssysteme hat ein aktueller Vergleichstest unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Für nahezu jeden Bedarf und jedes Budget gibt es ein passendes Gerät. Als Testsieger ging das Apple iPad Air 11 hervor, das mit brillantem Display, hochwertiger Verarbeitung, ausreichend Speicherplatz, starker Leistung und einfacher Bedienung überzeugte. In der getesteten Ein-Terabyte-Version kostet es allerdings über 1.000 Euro. Günstigere Varianten mit weniger Speicher dürften für den Heimgebrauch ausreichen.
Als Preis-Leistungs-Tipp empfahl der Test das Google Pixel Tablet. Es punktet mit guter Akkulaufzeit, angenehmer Haptik und einem Preis unter 500 Euro für die getestete Variante. Eine Überraschung bot das Xiaomi Redmi Pad Pro 5G: Es ist das einzige Tablet im Test mit einem Lithium-Polymer-Akku, der eine beeindruckend schnelle Ladung ermöglicht. Bei Haptik und Verarbeitung müssen Nutzer jedoch Abstriche machen, was den günstigen Preis rechtfertigt.
Das Microsoft Surface Pro 12 (2025) ist das einzige getestete Tablet mit PC-System. Es läuft mit Windows und erfordert für Windows-Nutzer keine Umstellung. Mit über 1.000 Euro UVP ist es teuer, eignet sich aber für alle, die unterwegs arbeiten oder ihr Tablet nahtlos über eine Cloud mit dem heimischen PC verbinden wollen. Eine Sonderstellung nimmt das Amazon Fire Max 11 ein: Der Preis ist niedrig, allerdings sind viele Amazon-Dienste fest integriert, und der Google App-Store fehlt. Die wichtigsten Apps zum Surfen auf der Couch sind dennoch verfügbar.
Für den Test wurden Produkte bekannter Marken mit verschiedenen Betriebssystemen und aus unterschiedlichen Preisklassen ausgewählt, die in bekannten Onlineshops gut verfügbar sind. Getestet wurde nach dem Unboxing zunächst die Verarbeitung, das Zubehör und der Zusammenbau von Case oder Tastatur. Anschließend folgte ein Ladevorgang mit einheitlichem Netzteil, da keinem Gerät eines im Lieferumfang beiliegt. Auch die Einrichtung wurde protokolliert, ebenso Haptik, Kameraqualität und Display. Technische Daten wie Systemgeschwindigkeit und Akkubeschaffenheit wurden per App ausgelesen. Der Akkuverbrauch wurde mit einem 30-minütigen gestreamten Film getestet.
Neben den harten Testeindrücken floss auch die subjektive Einschätzung ein. So zählt für die Bewertung der Kamera vor allem die tatsächliche Fotoqualität, nicht allein die Megapixelzahl auf dem Datenblatt. Das Apple iPad Air 11 überzeugte im Test unter anderem mit einer matten Displayoberfläche, die Reflexionen reduziert. Erst bei greller Sonne und horizontaler Haltung kann es zu Einschränkungen kommen. Die Einrichtung gelingt nahezu vollautomatisch, wenn bereits ein Apple-Gerät im Haushalt vorhanden ist. Familien können direkt zu Beginn einen Kinder-Account anlegen.
Als optionales Zubehör für das iPad Air 11 wurden das Magic Keyboard mit integriertem Touchpad und der Eingabestift Pencil Pro getestet. Die Tastatur kostet 329 Euro UVP, der Stift 149 Euro UVP. Beide werden magnetisch befestigt oder in einer Transportbox verstaut. Der Stift eignet sich nicht nur für Eingaben, sondern auch zum Zeichnen und für handschriftliche Notizen. Insgesamt vermittelt das iPad Air 11 das Gefühl, an einem Apple-Desktop oder MacBook zu arbeiten. Der Test zeigt, dass die Wahl des richtigen Tablets stark vom Einsatzzweck abhängt: Wer vor allem streamt und im Internet surft, findet auch unter 500 Euro passende Geräte. Wer mobil arbeiten will, greift eher zum Windows-Modell oder zum iPad mit Tastatur.