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Control Resonant läuft auf PC und Handheld überraschend rund

Remedys neuester Titel überzeugt mit guter Skalierung: Auf dem Xbox Ally X sind 40 bis 45 fps im Bosskampf möglich, auf dem Steam Deck wird es mit rund 25 fps eng. Auf dem Desktop liefert eine RTX 4070 Ti Super selbst mit Path Tracing im Ultra-Preset noch 70 fps.

Control Resonant ist nicht nur eines der visuell beeindruckendsten Spiele des Jahres, sondern auch technisch bemerkenswert gut optimiert. Wie schon der Vorgänger von 2019 setzt Remedy Entertainment auf eine aufwendige Lichtlösung, die auf High-End-Rechnern mit Path Tracing besonders zur Geltung kommt. Anders als Alan Wake 2, das für seine realistische Optik bekannt war und entsprechend hohe Anforderungen an die Hardware stellte, lässt sich Control Resonant deutlich besser auf schwächere Systeme herunterskalieren.

Besonders auffällig ist die Leistung auf Handheld-Geräten. Auf dem Xbox Ally X lief das Spiel mit dem Handheld-Grafikpreset und FSR auf Qualität in 1080p überraschend flüssig. Im ersten Bosskampf, bei dem zahlreiche Trümmerteile durch die Szene fliegen, wurden 40 bis 45 Bilder pro Sekunde erreicht. Gelegentlich fällt die Bildrate in den mittleren 30er-Bereich, bleibt aber nach Einschätzung des Testers spielbar. Wer möchte, kann per FSR-Frame-Generierung künstlich über 60 fps erzeugen, muss dafür allerdings eine etwas höhere Latenz in Kauf nehmen.

Deutlich älter wirkt dagegen das Steam Deck. Selbst mit dem Handheld-Preset, 720p und FSR auf Balanced kämpft Valves rund viereinhalb Jahre alte Hardware damit, über 25 fps zu bleiben. Spielbar ist das zwar grundsätzlich, eine Empfehlung ist es aber nicht. Auf einem vollwertigen Desktop-System zeigt sich die andere Seite: Remedy gibt als empfohlene GPU für das mittlere Preset mit mittlerem Raytracing und 60 fps eine RTX 4070 Ti an. Im Test mit einer RTX 4070 Ti Super, die etwa 10 bis 15 Prozent schneller ist, erreichte das Spiel in 1440p mit mittlerem Preset, mittlerem Raytracing und DLSS auf Balanced im Schnitt 111 fps bei einem 1-Prozent-Tief von 81 fps. Selbst wenn man 15 Prozent für den Leistungsunterschied abzieht, blieben rund 94 fps übrig – deutlich mehr als die offiziellen Angaben versprechen.

Noch mehr Reserven zeigen sich, wenn man die Details hochdreht. Im Ultra-Preset mit Path Tracing und denselben DLSS-Einstellungen in 1440p lag der Durchschnitt bei 70 fps, das 1-Prozent-Tief bei 58 fps. Ohne Frame-Generierung wäre das bereits ein sehr gutes Ergebnis. Mit aktivierter Frame-Generierung steigt die Bildrate auf 118 fps, während die Basisrate auf 60 fps sinkt. Kurios: Remedy erlaubt es nicht, Nvidia Reflex unabhängig von der Frame-Interpolation zu aktivieren. Dadurch fällt die Latenz mit eingeschalteter Frame-Generierung sogar geringer aus als ohne.

Die gute Skalierung ist umso bemerkenswerter, weil Control Resonant optisch viel zu bieten hat. Die Beleuchtung setzt die Kunstrichtung des Spiels wirkungsvoll in Szene, ohne dass dafür zwingend ein High-End-Rechner nötig wäre. Wer einen halbwegs soliden Gaming-PC besitzt und ohnehin mit dem Gedanken spielt, den Titel zu spielen, kann bedenkenlos zur Steam-Version greifen. Für Remedy ist der gelungene PC-Port ein weiterer Beleg dafür, dass technischer Anspruch und breite Hardware-Unterstützung kein Widerspruch sein müssen.

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