Mehr als zehn Jahre nach seinem Erscheinen verkauft sich Bloodborne von FromSoftware weiterhin in beachtlicher Menge. Einer Schätzung des Analysten Rhys Elliott von Alinea Analytics zufolge wurden in diesem Jahr bereits mehr als 251.000 Exemplare abgesetzt. Seit dem Marktstart im März 2015 kommt die Schätzung insgesamt auf rund 10,4 Millionen verkaufte Einheiten, was einem geschätzten Umsatz von etwa 317 Millionen US-Dollar entspricht.
Die Zahlen stammen von einem Drittanbieter und sind keine offiziellen Angaben von Sony oder FromSoftware. Auffällig ist auch die Nutzung über den Abodienst PS Plus: Im Oktober sollen rund 500.000 Spielerinnen und Spieler Bloodborne dort gespielt haben. Zwölf Prozent von ihnen spielten im selben Monat auch Elden Ring, sechs Prozent Dark Souls 3 und fünf Prozent Sekiro. Das deutet darauf hin, dass ein Teil des Publikums bewusst zwischen den Titeln des Studios wechselt, die sich in Spielstil und Atmosphäre ähneln.
Technisch steckt Bloodborne allerdings noch in der PlayStation-4-Ära. Das Spiel ist ein PS4-Exklusivtitel und hat nie ein offizielles Update für die PS5 erhalten. Offiziell läuft es weiterhin mit 30 Bildern pro Sekunde. Modder haben jedoch Versionen geschaffen, die auf der PS5 mit 120 Bildern pro Sekunde und höheren Auflösungen laufen sollen. Die Community hält das Spiel damit technisch am Leben, während der Hersteller selbst keine entsprechende Anpassung vorgenommen hat.
Auch die Frage nach einem Remake oder einer Neuauflage bleibt offen. Das Studio Bluepoint soll im vergangenen Jahr einen Remake-Vorschlag eingereicht haben, der nach Berichten von FromSoftware und nicht von Sony abgelehnt wurde. Bluepoint wurde inzwischen geschlossen, sodass die Idee in dieser Form nicht weiterverfolgt werden kann. Hidetaka Miyazaki erklärte 2024, dass FromSoftware die Rechte am geistigen Eigentum nicht besitze und die Entscheidung daher nicht bei ihm liege. Der frühere Sony-Manager Shuhei Yoshida äußerte die persönliche Vermutung, Miyazaki liebe das Spiel so sehr, dass er es anderen nicht überlassen wolle. Yoshida betonte dabei ausdrücklich, dass es sich um eine Spekulation und nicht um Insiderwissen handelt. Ob es jemals eine Remaster- oder Remake-Version geben wird, ist derzeit unklar.
Parallel dazu arbeitet Sony an einer animierten Bloodborne-Verfilmung mit R-Rating, die vom YouTuber JackSepticEye produziert wird. FromSoftware bereitet unterdessen The Duskbloods vor, einen Switch-2-Exklusivtitel, dessen Erscheinen auf das kommende Jahr verschoben wurde. Zuletzt veröffentlichte das Studio das kooperative Spin-off Elden Ring Nightreign. Miyazaki betonte, das Studio konzentriere sich weiterhin auf Singleplayer-Spiele. Ein Elden Ring 2 wurde im Dezember 2024 nicht in Betracht gezogen, ist aber nicht ausgeschlossen. Berichten zufolge befindet sich außerdem ein Elden-Ring-Film in Entwicklung.
Für Fans bedeutet das vorerst: Bloodborne bleibt eine Art Dauerbrenner, dessen Verkaufserfolg eher über Mundpropaganda, Abo-Dienste und die Nachfrage nach dem Stil des Studios getragen wird als über neue offizielle Investitionen. Ob sich daraus eine Neuauflage oder eine verbesserte Fassung für aktuelle Konsolen ergibt, lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht ableiten.