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Hayley Kiyoko will lesbischen «Pirates of the Caribbean»-Film machen

Die Musikerin, Autorin und Filmemacherin Hayley Kiyoko hat verraten, dass ihr Traumprojekt ein queeres Piratenabenteuer im Stil von «Fluch der Karibik» ist. Sie stellte sich eine lesbische Version mit Keira Knightley vor – «sehr schwul und fantastisch».

Hayley Kiyoko hat ein klares Ziel vor Augen: Sie möchte einen queeren Piratenfilm oder eine Serie im Stil von «Fluch der Karibik» realisieren. «Ich würde sehr gerne eine lesbische Piratenshow oder einen Film machen – Keira Knightley, aber schwul», sagte die Musikerin, Autorin und Filmemacherin. «Sehr schwul und fantastisch.»

Die Äußerung fiel am Donnerstagabend während einer öffentlichen Veranstaltung. Kiyoko, die in der Musikszene längst als queere Ikone gilt und zuletzt auch als Romanautorin und Regisseurin in Erscheinung trat, sprach offen über ihre kreativen Ambitionen. Ein konkretes Projekt sei bislang allerdings nicht bestätigt. Es handelt sich also um einen Wunsch, nicht um eine bereits beschlossene Produktion.

Die Idee, das Piratengenre mit einer lesbischen Liebesgeschichte zu verbinden, ist nicht neu, aber bislang selten umgesetzt. Die «Fluch der Karibik»-Reihe, die auf der gleichnamigen Disney-Attraktion basiert, prägte mit Keira Knightley als Elizabeth Swann ein ganzes Jahrzehnt des Abenteuerkinos. Knightleys Figur war zwar heterosexuell angelegt, entwickelte aber in den Filmen eine starke, eigenständige Präsenz. Kiyoko greift genau dieses Bild auf und will es ins Queere wenden.

In den vergangenen Jahren hat sich das Piratengenre zunehmend für vielfältige Erzählungen geöffnet. Serien wie «Our Flag Means Death» zeigten, dass schwule und queere Piratengeschichten ein Publikum finden. Auch im Filmbereich wächst der Druck auf Studios, LGBTQ+-Figuren nicht nur als Nebenrollen zu besetzen, sondern ihnen eigenständige Abenteuer zu geben. Kiyokos Vorstoß fällt in eine Zeit, in der junge Zuschauerinnen und Zuschauer genau solche Stoffe einfordern.

Kiyoko selbst ist seit Jahren eine wichtige Stimme für queere Sichtbarkeit in der Popkultur. Mit Songs wie «Girls Like Girls» und «Curious» etablierte sie sich als Künstlerin, die lesbische Liebe selbstverständlich und ohne erklärenden Gestus erzählt. Ihr Roman «Girls Like Girls» erschien 2023 und erreichte ein junges Publikum, das nach Identifikationsfiguren sucht. Als Regisseurin drehte sie unter anderem die Serie «Jagged Mind» und arbeitet regelmäßig an Musikvideos, in denen queere Perspektiven im Mittelpunkt stehen.

Ob aus Kiyokos Traum tatsächlich ein Projekt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Ein «Fluch der Karibik»-Ableger mit lesbischer Hauptfigur wäre ein teures Unterfangen, das ein großes Studio und ein breites internationales Publikum bedienen müsste. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Disney oder ein anderes Produktionsunternehmen an einer solchen Idee arbeitet. Kiyoko hat lediglich ihre persönliche Vision formuliert.

Dennoch sorgt die Aussage für Gesprächsstoff. In den sozialen Medien reagierten Fans begeistert auf die Vorstellung eines queeren Piratenabenteuers. Viele erinnerten daran, dass Keira Knightley selbst in der Vergangenheit offen über Rollenklischees und die Darstellung von Frauen im Blockbuster-Kino gesprochen hat. Eine lesbische Variante ihrer «Fluch der Karibik»-Figur wäre für manche ein spätes, aber willkommenes Angebot.

Für Kiyoko ist es nicht der erste Vorstoß in Richtung Film und Fernsehen. Sie hat in den vergangenen Jahren mehrfach betont, dass sie Geschichten erzählen will, in denen queere Menschen nicht nur geduldet, sondern gefeiert werden. Ein Piratenfilm mit «sehr schwuler und fantastischer» Energie wäre die konsequente Fortsetzung dieser Haltung. Ob das Meer der Karibik jemals in Regenbogenfarben schimmert, bleibt abzuwarten.

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