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Warum «Better Man» floppte und was das fürs Film-Musical bedeutet

Robbie-Williams-Biopic «Better Man» war ein finanzieller Misserfolg, obwohl es Kritiker begeisterte. Fans fragen sich nun, ob Regisseur Michael Gracey nach seinem nächsten Projekt, einer Realverfilmung von «Rapunzel», je wieder so ein gewagtes Musical drehen darf.

«Better Man», das biografische Musical über Popstar Robbie Williams, gilt unter Cineasten als eines der mutigsten Filmprojekte der letzten Jahre. Doch kommerziell blieb der Film weit hinter den Erwartungen zurück. Auf Plattformen wie Reddit fragen sich Fans nun, ob ein Werk wie dieses in der aktuellen Filmlandschaft überhaupt noch eine Chance hat – und ob Regisseur Michael Gracey, der zuvor schon «The Greatest Showman» inszenierte, nach seinem nächsten Projekt je wieder so etwas wagen darf.

Die zentrale Kritik der Zuschauer: Außerhalb Großbritanniens und Australiens, wo Williams seit Jahrzehnten ein Superstar ist, kennen nur wenige den Sänger. In den USA und weiten Teilen Europas fehlte dem Film dadurch der nötige Wiedererkennungswert. Dazu kam ein Marketing, das offenbar nicht in der Lage war, die ungewöhnliche Prämisse zu vermitteln: Williams wird im Film nämlich nicht von einem Schauspieler gespielt, sondern als CGI-Affe dargestellt – eine künstlerische Entscheidung, die das Publikum entweder faszinierte oder abschreckte.

Dabei war «Better Man» genau das, was viele Kritiker sich von modernen Musicals wünschen: originell, emotional und visuell atemberaubend. Die Geschichte begleitet Williams von seiner Kindheit in Stoke-on-Trent über seine Zeit in der Boyband Take That bis zu seiner Solokarriere und seinen persönlichen Abgründen. Die ungewöhnliche Darstellung des Protagonisten als animierter Affe sollte dessen Selbstbild als „entartetes Wesen“ im Showgeschäft symbolisieren – ein Stilmittel, das in der Filmgeschichte kaum Vergleichbares hat.

Nun sorgt sich das Publikum um die Zukunft von Gracey. Sein nächstes Projekt ist eine Realverfilmung des Disney-Klassikers «Rapunzel – Neu verföhnt». Für viele Fans klingt das nach einem Schritt zurück: Statt weiterhin neue Wege zu gehen, scheint der Regisseur auf Nummer sicher zu gehen und ein bekanntes Franchise zu bedienen. In Internetforen wird spekuliert, ob Gracey nach einem solchen „Cash-Grab“ überhaupt noch die kreative Freiheit bekommen würde, um ein weiteres Risiko wie «Better Man» einzugehen.

Die Sorge ist nicht unbegründet. Hollywood hat in den vergangenen Jahren zunehmend auf etablierte Marken und sichere Nummern gesetzt. Originalstoffe, insbesondere Musicals ohne bekannte Vorlage, haben es schwer. «The Greatest Showman» war 2017 eine Ausnahme – der Film spielte weltweit über 435 Millionen US-Dollar ein und wurde zum Überraschungshit. Doch «Better Man» zeigte, dass dieser Erfolg nicht leicht zu wiederholen ist, wenn das Publikum die Hauptfigur nicht kennt.

Die Frage, die sich viele stellen: Wird es je wieder ein Musical geben, das so viel Herz, Originalität und Größe besitzt wie «Better Man»? Oder bleibt es bei den immer gleichen Remakes und Adaptionen? Für Fans ist die Antwort klar: Sie wollen mehr solcher gewagten Projekte sehen – und weniger unnötige Neuauflagen bekannter Stoffe. Ob die Filmindustrie das genauso sieht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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