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USA planen neue Gespräche mit Kiew und Moskau

Die USA wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj neue trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über ein Ende des Krieges führen. Parallel kündigt Russland härtere Schläge an, während Bundeskanzler Merz in Kiew weitere Militärhilfe zusichert.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt. Es gehe um ein Treffen auf Experten-Ebene, fügte der Präsident hinzu, ohne einen Ort zu nennen. Die Ukraine sei offen für die Vereinigten Arabischen Emirate oder ein anderes Land, das die US-Seite vorschlage.

Selenskyj sagte, er habe am Samstag mit US-Vertretern gesprochen und ihnen bestätigt, dass die ukrainische Seite bereit sei, diesen Zeitplan zu unterstützen. Die Ankündigung fällt in eine Phase verstärkter militärischer Aktivitäten beider Seiten. Das russische Verteidigungsministerium kündigte an, seine Schläge gegen Kiew und andere Gebiete der Ukraine weiter zu verschärfen. Moskau reagiert damit auf Drohungen Selenskyjs, weitere militärische Objekte und Rüstungsbetriebe in Russland anzugreifen. Für die Eskalation trage allein Selenskyj die volle persönliche und politische Verantwortung, hieß es aus dem Ministerium. Russland hatte den Krieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 begonnen.

Bei einem Besuch in Kiew sicherte Bundeskanzler Friedrich Merz der Ukraine weitere Militärhilfe zu. Deutschland ist der wichtigste Unterstützer der Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Angriff. Berlin betont immer wieder, dass Moskau nur eine Sprache der Stärke verstehe. Die Ukraine hatte dank der westlichen Milliarden- und Militärhilfe ihre Angriffe auf Ölraffinerien und andere Ziele in Russland zuletzt deutlich ausgeweitet. Merz war am Sonntagmorgen überraschend in Kiew eingetroffen, begleitet von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer Wirtschaftsdelegation. Erst am Donnerstag hatte er in einer Grundsatzrede angekündigt, dass Deutschland trotz steigender hybrider Angriffe Russlands auf europäische Staaten nicht in der Unterstützung der Ukraine nachlassen werde.

Selenskyj kündigte zudem den Einsatz einer neuen ballistischen Rakete noch in diesem Jahr an. Die heimisch produzierte FP-9 soll eine Reichweite haben, mit der die Ukraine auch Moskau angreifen kann. In einer auf Telegram veröffentlichten Videoansprache sagte er, die Rakete werde im Herbst fertig sein. Erst am 1. Oktober gab es den ersten Kampfeinsatz der FP-7-Rakete, mit der die Ukraine Ziele in bis zu 250 Kilometer Entfernung angreifen kann.

Unterdessen warnte die russische Führung am Samstag in einer Mitteilung ausländische Staatsbürger und diplomatisches Personal davor, sich in der Ukraine aufzuhalten oder dorthin zu reisen. Die Verantwortung für jegliche nachteiligen Folgen liege voll und ganz bei denjenigen, die diese Warnung ignorierten, hieß es. Russland bombardiert zunehmend zivile Ziele im Nachbarland, auch die Angriffe auf die Hauptstadt Kiew wurden verstärkt.

Laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) hat Russland im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen. Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, dass sie wie Halluzinationen anmuten. Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien. Es sei auch möglich, dass er fiktive Angaben zur Lage an der Front übernehme. Die Kultur des Lügens sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin hatte behauptet, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1.300 Quadratkilometer erobert.

In der russischen Stadt Nowomoskowsk in der Region Tula ist am Freitag ein Auto mit einem russischen Militärangehörigen an Bord explodiert. Später wurde gemeldet, dass der Soldat Roman Syromjatnikow bei der Explosion ums Leben kam. Er habe als Angehöriger einer Luftsturmgruppe des 51. Regiments der 106. Division gegen die Ukraine gekämpft und sei von der Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine zur Fahndung ausgeschrieben gewesen. Auf der unabhängigen ukrainischen Nichtregierungs-Webseite Myrotvorets, die Daten zu mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechern sammelt, wird Syromjatnikow beschuldigt, an der Folter ukrainischer Kriegsgefangener in der Strafkolonie Nr. 1 in der Region Tula beteiligt gewesen zu sein. In dem dort veröffentlichten Profil wird ihm außergewöhnliche Grausamkeit und Sadismus zugeschrieben.

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