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Toei Animation dementiert Beteiligung an Dragon-Ball-Freizeitpark bei Paris

Nach der Ankündigung eines Dragon-Ball-Freizeitparks bei Paris hat das Anime-Studio Toei Animation offiziell erklärt, nicht an dem Projekt beteiligt zu sein. Die Nutzungsrechte seien nicht erteilt worden. Hintergrund sind Pläne Saudi-Arabiens und Frankreichs für mehrere Themenparks nordwestlich von Paris.

Das japanische Anime-Studio Toei Animation, Produzent der „Dragon Ball“-Animeserie, hat sich von den Plänen für einen „Dragon Ball“-Freizeitpark in der Nähe von Paris distanziert. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass weder es selbst noch die beteiligten Rechteinhaber Lizenzen für ein solches Projekt erteilt hätten. Man habe keine Kenntnis von entsprechenden Vorhaben.

Hintergrund ist die überraschende Ankündigung Frankreichs und Saudi-Arabiens Ende August, in Cergy-Pontoise nordwestlich von Paris drei Themenparks zu errichten. Die Investitionssumme soll sechs Milliarden Euro betragen, versprochen werden 22.000 Arbeitsplätze. Der französische Präsident Emmanuel Macron sprach von einem Projekt, wie es die Region seit der Eröffnung von Disneyland Paris nicht mehr gesehen habe. In einem Beitrag auf der Plattform X verwies Macron auf seine Vorliebe für Manga, ohne zunächst die Themen der Parks zu nennen. Erst eine spätere Pressemitteilung der Region Île-de-France bezeichnete einen der drei Parks ausdrücklich als „Dragon Ball“-Park.

Die Ankündigung löste in Japan Kritik aus. Viele Kommentare in sozialen Medien bemängelten, dass keine japanischen Unternehmen sichtbar beteiligt seien und keine offizielle Bestätigung der Rechteinhaber vorliege. Toei Animation stellte nun klar, dass in einigen Medienberichten verwendete Konzeptbilder tatsächlich zu einem geplanten „Dragon Ball“-Freizeitpark in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gehören und nicht zu einem Projekt in Frankreich. Diesen Park in Riad hatte das Studio bereits 2024 gemeinsam mit der Qiddiya Investment Company angekündigt und mit Konzeptbildern sowie Details auf seiner Website vorgestellt.

Die Rechte an der von dem 2024 verstorbenen Manga-Zeichner Akira Toriyama geschaffenen Franchise sind komplex und auf mehrere Unternehmen verteilt. Zwar wurden im April anlässlich des 40-jährigen Jubiläums neue „Dragon Ball“-Projekte angekündigt, doch über einen möglichen Freizeitpark in Frankreich gibt es bislang keine offizielle Bestätigung der Rechteinhaber. Ein Eröffnungstermin wurde nicht genannt, die Bauzeit wird auf mehrere Jahre geschätzt.

Die Pläne für die Themenparks bei Paris sind Teil einer Reihe von Investitionen Saudi-Arabiens in die Unterhaltungsbranche. Kronprinz Mohammed bin Salman, faktischer Herrscher des Königreichs, gilt als bekennender Fan von Videospielen und Anime. Über seine Stiftung MiSK und verbundene Unternehmen hält er unter anderem Anteile am Spieleentwickler SNK und zehn Prozent an Capcom. Die Qiddiya Investment Company, die am „Dragon Ball“-Park in Riad beteiligt ist, gehört dem staatlichen Investitionsfonds PIF, dessen Vorsitzender der Kronprinz ist. Erst Anfang August schloss eine Investorengruppe um den PIF eine Übernahme des Spielekonzerns Electronic Arts im Volumen von 55 Milliarden Dollar ab.

Ob und wann ein „Dragon Ball“-Freizeitpark in Frankreich Realität wird, bleibt damit offen. Toei Animation verwies in seiner Stellungnahme darauf, dass bis zu einer offiziellen Ankündigung durch die Rechteinhaber keine weiteren Informationen vorlägen.

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